Dieselpreis sinkt: Preisrückgang überfällig, aber nicht ausreichend

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Von Christof Rührmair und Friederike Hauer

München - Die Spritpreise sind zurück auf Talfahrt. Aktuelle Daten des ADAC zum Mittagssprung am Mittwoch zeigen klar nach unten: Sowohl vor als auch nach der einzigen erlaubten Erhöhung lag der bundesweite Durchschnittspreis niedriger als zur gleichen Zeit am Vortag. Doch ist diese Entwicklung trügerisch?

Entspannung an der Zapfsäule: Nach einem langen Anstieg der Preise gab es eine deutliche Senkung.
Entspannung an der Zapfsäule: Nach einem langen Anstieg der Preise gab es eine deutliche Senkung.  © Philip Dulian/dpa

Zudem hatte sich zumindest Diesel bereits im bundesweiten Tagesdurchschnittspreis des Dienstags verbilligt. Anfang der Woche hatte sich noch eine Trendwende hin zu steigenden Preisen angedeutet, die aber nicht eingetreten ist. 

Nach dem Preissprung am Mittwochmittag kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,158 Euro. Das waren 1,6 Cent weniger als zur gleichen Zeit am Vortag. Diesel kostete 2,312 Euro pro Liter - das waren sogar 4,7 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. Bis zum nächsten Mittagssprung sinken die Preise üblicherweise deutlich. Von Dienstag 12.15 Uhr bis Mittwoch 11.45 Uhr war es bei E10 um 11,1 Cent nach unten gegangen, bei Diesel sogar um 14 Cent.

Insgesamt sind die Spritpreise seit ihren Hochs rund um Ostern deutlich auf dem Rückzug. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete ein Liter E10 2,107 Euro, ein Liter Diesel 2,286 Euro.

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Im Vergleich zum Montag waren das bei E10 keine Änderung, bei Diesel ein Rückgang um 1,4 Cent. 

ADAC pocht auf Senkung der Energiesteuer für Verbraucher

Die Kraftstoffpreise im Wochenvergleich zeigen, dass der Stand immer noch hoch ist.
Die Kraftstoffpreise im Wochenvergleich zeigen, dass der Stand immer noch hoch ist.  © ADAC

Auf Wochensicht ergibt sich bei E10 allerdings ein Minus von 8,1 Cent, bei Diesel sogar um 16,1 Cent. Der ADAC sieht diesen Rückgang allerdings nur als "erste Korrektur der zuletzt stark überzogenen Kraftstoffpreise". 

Als Folge des Kriegs im Iran sind die Spritpreise massiv angestiegen. Diesel kostete zwischenzeitlich mehr als je zuvor und gut 70 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. Der Preis für E10 blieb nur knapp unter dem Allzeithoch aus dem März 2022, lag aber zwischenzeitlich 41 Cent höher als vor Kriegsbeginn.

Zum Wochenbeginn hat die Bundesregierung eine befristete Senkung der Energiesteuer um 17 Cent je Liter Kraftstoff auf den Weg gebracht.

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Ein Vorschlag, den der ADAC begrüßt und dabei betont, dass die Senkung in vollem Umfang bei den Verbrauchern ankommen muss.

Titelfoto: Philip Dulian/dpa

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