MP Kretschmer kritisiert Entlastungspaket - und ist damit nicht allein

Dresden - Reizthema Spritpreise: Auch in Sachsen reagieren viele empfindlich auf das geplante Entlastungspaket der Bundesregierung. Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) ist "beunruhigt".

MP Michael Kretschmer (50, CDU) zeigte sich unzufrieden mit dem Benzinpreis-Entlastungspaket.  © DPA

MP Kretschmer kritisierte die Koalition direkt: "Ich finde, wir erleben eine Regierung, die sich nicht einig ist, die diesem Land auch keine Führung gibt in dieser Frage, und das beunruhigt mich sehr", sagte Kretschmer am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Energiesteuer bei Diesel und Benzin für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter zu senken, sei zwar richtig, die angekündigte Prämie empfänden aber viele als Hohn, so Kretschmer.

Die Koalition hatte über die zeitlich befristete Steuersenkung hinaus eine steuerfreie 1000-Euro-Prämie angekündigt, die Arbeitgeber ausreichen können.

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Für Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD) nur ein erster Schritt: "Wichtig ist jetzt, dass daraus ein schlüssiges Gesamtpaket entsteht."

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Landesbauernpräsident Torsten Krawczyk (51): Und was ist mit dem Agrardiesel?  © Robert Michael/dpa
Der Spritpreis soll runter. Mit den Maßnahmen der Bundesregierung sind in Sachsen nicht alle restlos einverstanden.  © Jonas Walzberg/dpa

Landesbauernpräsident Torsten Krawczyk (51) monierte, dass zu klären sei, in welcher Form sich die temporäre Steuersenkung auf den Agrardiesel auswirke.

Andreas Brzezinski (56) von der Handwerkskammer Dresden forderte, dass die Entlastung direkt bei den Unternehmen und den Verbrauchern ankommen müsse.

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