Kubicki will nichts von "Brandmauer" wissen und beschimpft Kanzler als "Eierarsch"!

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Berlin - Der Bewerber für den FDP-Vorsitz, Wolfgang Kubicki (74), hält gemeinsame parlamentarische Abstimmungen mit der AfD für unproblematisch.

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (74) teilt in seinem Podcast aus. (Archivfoto)
FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (74) teilt in seinem Podcast aus. (Archivfoto)  © Tobias SCHWARZ / AFP

"Ich kenne keine Brandmauer", sagte der frühere Bundestags-Vizepräsident im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Mediengruppe.

"Ich würde keinem AfD-Antrag zustimmen, aber ich würde meine Anträge nicht davon abhängig machen, dass die AfD zustimmen könnte", sagte Kubicki. "Würde ich das tun, wie dumm ist das denn, würde ich die komplette Agenda der AfD in die Hand geben."

Eine Koalition mit der AfD schloss Kubicki dagegen aus. Auf die Frage, ob er eine neue Protestpartei aufbauen wolle, sagte der Liberale: "Jede Partei ist auch Protestpartei." Er muss aber keine neue Partei aufbauen. Die FDP sei nicht tot, sondern müsse einfach neu aufgeladen werden –, "und zwar mit Selbstbewusstsein, und nicht dauernd in Abgrenzung von anderen".

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Auslöser für seine Kandidatur für den FDP-Vorsitz sei gewesen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) die FDP nach den jüngsten Landtagswahlen für tot erklärt habe.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) dürfte über die Beleidigung nicht sehr erfreut sein. (Archivfoto)
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) dürfte über die Beleidigung nicht sehr erfreut sein. (Archivfoto)  © Moritz Frankenberg/dpa

"Und in der Sekunde habe ich gedacht, ich wiederhole das jetzt hier auch so, weil das wirklich der Gedanke war: Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!", sagte der 74-Jährige. Alle Kräfte, die er noch in sich habe, "die haben sich dann aufgebläht".

Kubicki kandidiert beim FDP-Parteitag im Mai für die Nachfolge des scheidenden Bundesvorsitzenden Christian Dürr (49). Kubickis Gegner ist NRW-Landeschef Henning Höne (39).

Titelfoto: Fotomontage: Moritz Frankenberg/dpa//Tobias Schwarz / AFP

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