AfD-Chef Urban schon wieder in Sachen Russland unterwegs: "Um neue Kontakte zu knüpfen"

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Dresden/Prag - Auf St. Petersburg folgt Prag: Anlässlich des russischen Nationalfeiertags wurde Sachsens AfD-Chef Jörg Urban (61) in die Russen-Botschaft eingeladen. Er fuhr allerdings nicht nach Berlin - sondern nach Prag. Der tschechische Diplomatenhof gilt als Drehkreuz russischer Spione.

Sachsen-AfD-Chef Jörg Urban (61) mit der neuen russischen Botschafterin in Prag, Anna Vladimirovna Ponomareva (54).
Sachsen-AfD-Chef Jörg Urban (61) mit der neuen russischen Botschafterin in Prag, Anna Vladimirovna Ponomareva (54).  © AFD Sachsen / Telegram

Wie die tschechische Tageszeitung Denik N berichtete, griffen Reporter den "Star der kremlfreundlichen AfD" am Donnerstag auf. Er habe sich die Zeremonie angesehen, erklärte er vor Ort.

Der Besuch erfolgte nur wenige Tage nach Urbans Reise zum Wirtschaftsforum nach St. Petersburg, eine Propaganda-Veranstaltung für das international isolierte Russland.

Auf TAG24-Nachfragen erklärte ein Sprecher Urbans, sein Chef sei als Fraktionsvorsitzender im sächsischen Landtag eingeladen worden.

Aktivisten servieren AfD veganes Hakenkreuz zum Frühstück
AfD Aktivisten servieren AfD veganes Hakenkreuz zum Frühstück

Ein längerer Fragenkatalog blieb unbeantwortet, man verwies stattdessen auf ein Statement bei Telegram: Urban hat demnach "diese Gelegenheit genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen".

Polizisten vor der Botschaft in Prag im April 2024, als bis zu 70 russische "Diplomaten" ausgewiesen wurden.
Polizisten vor der Botschaft in Prag im April 2024, als bis zu 70 russische "Diplomaten" ausgewiesen wurden.  © Xinhua

Tschechische Behörden warnen vor Russen-Botschaft in Prag

Die Russen-Botschaft in Prag ist vor allem für ihre Kontakte zu den russischen Geheimdiensten bekannt. Seit 22 Jahren warnen tschechische Behörden, vor Ort seien Residenten der russischen Dienste SVR und GRU aktiv gewesen.

2021 wies Tschechien 18 Mitarbeiter aus, die nach Angaben der Regierung als Offiziere russischer Geheimdienste identifiziert worden waren.

Anschließend musste Moskau seine zuvor ungewöhnlich große Prager Mission drastisch verkleinern.

Titelfoto: Montage: AFD Sachsen / Telegram, XinHua

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