Weil Vermieter oft nein sagen: AfD plant eigene Veranstaltungshalle in NRW
Von Oliver Auster
Düsseldorf - Die AfD will in Nordrhein-Westfalen für Parteiveranstaltungen eine eigene Halle kaufen.
Man habe eine konkrete Möglichkeit, heißt es in einem Schreiben von Parteichef Martin Vincentz (40) und Schatzmeister Christian Blex (50) an alle Mitglieder. Um welche Immobilie es konkret geht, sagte die AfD nicht.
Die Halle koste drei Millionen Euro. Eine Million Euro wolle man über Spenden einwerben. Die Finanzierung der Immobilie solle außer über Spenden auch über Eigenkapital und ein Darlehen der Bundespartei laufen, sagte ein Sprecher des NRW-Landesverbands auf dpa-Anfrage.
Hintergrund der ungewöhnlichen Immobilien-Aktion: Die AfD muss - wie jede Partei - regelmäßige Versammlungen abhalten, um etwa interne Wahlen abzuhalten oder Listen aufzustellen.
Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten gestaltet sich laut dem Landesverband der Partei aber schwierig.
Viele Hallenbetreiber wollten die AfD nicht. Ihre letzten Veranstaltungen hielt die Partei in einer Halle in Marl ab.
Wie es aus Parteikreisen hieß, wäre die Investition in eine eigene Halle langfristig finanziell sinnvoll.
Titelfoto: Henning Kaiser/dpa
