Alice Weidel ist wütend: Das lässt die AfD-Chefin dem Kanzler nicht durchgehen

Berlin - Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) spekulierte am Samstagabend (3. Juni) bei der Veranstaltung "Lange Nacht der Zeit" in Hamburg darüber, warum sich die rechtspopulistische AfD momentan in einem Umfrage-Höhenflug befindet. Dabei stellte sich der SPD-Politiker die Frage: "Warum gibt es solche Schlechte-Laune-Parteien?"

Alice Weidel (44, AfD) war über die Bezeichnung gar nicht erfreut.
Alice Weidel (44, AfD) war über die Bezeichnung gar nicht erfreut.  © dpa/Kay Nietfeld

Eine Bezeichnung, die man als Partei-Oberhaupt natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann.

"Den Bürgern ist tatsächlich das Lachen gründlich vergangen", sagte Alice Weidel (44) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Das liegt aber nicht an einer vermeintlich übellaunigen AfD, sondern an einer Laienspieltruppe, die im Bundeskabinett täglich ein trauriges Polit-Kabarett abliefert."

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Wenn Scholz die AfD als "Schlechte-Laune-Partei" bezeichne, die nur frustrierte Ewiggestrige anspreche, zeuge das von "völliger Weltfremde und Abgehobenheit", sagte die Co-Parteichefin.

Der SPD-Politiker erklärte die hohen Umfragewerte der Partei von momentan 18 Prozent (laut der Sonntagsfrage Bundestagswahl vom 1. Juni 2023) mit einer "Zeit der Umbrüche".

Viele Menschen seien sich "nicht so sicher, ob die Zukunft auf ihrer Seite ist".

Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) setzt sich gegen schlechte Laune ein.
Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) setzt sich gegen schlechte Laune ein.  © dpa/Jonas Walzberg

Das schaffe "Resonanz für Parteien, die schlecht gelaunt das Vergangene loben".

Titelfoto: Fotomontage: dpa/Kay Nietfeld//dpa Jonas Walzberg

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