Antifa trifft auf AfD-Weidel: Polizisten attackiert, 21 Personen in Gewahrsam

Herrenberg - Bei drei Demonstrationen in Herrenberg im Zusammenhang mit der Corona-Politik sind am Sonntag run 1750 Menschen auf die Straße gegangen.

Auch AfD-Frontfrau Alice Weidel (42) war in Herrenberg vor Ort.
Auch AfD-Frontfrau Alice Weidel (42) war in Herrenberg vor Ort.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Am Abend zog die Polizei Bilanz, sprach von einem nahezu störungsfreien Verlauf der Versammlungen.

Die Veranstaltung der AfD an der Herrenberger Stadthalle, bei der auch Alice Weidel (42) teilnahm, begegneten demnach die Antifaschistischen Aktion Herrenberg und die Initiative "Herrenberg bleibt bunt" mit zwei Gegenveranstaltungen.

"Das Polizeipräsidium Ludwigsburg war mit starken Kräften aus den eigenen Reihen und mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Einsatz bereits ab 12 Uhr vor Ort", notieren die Beamten.

Die Antifa fand sich gegen 13.15 Uhr ein. Ab etwa 14.15 Uhr versammelte sich die Initiative "Herrenberg bleibt bunt" im Bereich der See- und der Benzstraße, um eine Menschenkette zu bilden.

Die Teilnehmer der AfD-Versammlung trafen ab etwa 14.30 Uhr an der Stadthalle ein, die Kundgebung begann pünktlich um 15 Uhr.

Die Antifa war mit rund 350 Personen vor Ort. An der Menschenkette der Initiative "Herrenberg bleibt bunt" nahmen schätzungsweise 1000 Menschen friedlich teil. Etwa 400 Personen kamen zur AfD-Versammlung.

Antifa-Anhänger greifen Polizei an

"Antifa bleibt Handarbeit", verkündeten linke Demonstranten.
"Antifa bleibt Handarbeit", verkündeten linke Demonstranten.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

"Die Redebeiträge der AfD-Mitglieder wurden teilweise gestört, indem der Versammlungsraum der AfD mit Lautsprechern der Antifa beschallt wurde", heißt es in der Pressenotiz. "Rund 70 Teilnehmer der Antifa ignorierten den ihnen zugewiesenen Veranstaltungsraum und versuchten, sich der AfD-Veranstaltung von hinten zu nähern."

Es kam zu einer Blockade. Aus dieser griffen 21 Personen Polizeibeamte an. "Sie wurden zunächst in Gewahrsam genommen und erhielten nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen einen Platzverweis. Polizeibeamte wurden nicht verletzt."

Etliche Teilnehmer der AfD verstießen sowohl gegen Abstands- als auch Maskenregelungen.

Die Polizei wies die Ordner auf die Einhaltung hin, worauf diese entsprechend auf die Betroffenen einwirkten. "Darüber hinaus trugen zwei Personen Deutschlandfahnen mit der großformatigen Darstellung einer halb geschälten Banane darauf. Hierbei handelt es sich um eine Straftat nach § 90 a StGB, Verunglimpfung der Bundesrepublik."

Die Polizei leitete Ermittlungen gegen die Personen ein. Zwei weitere Personen müssen mit Anzeigen wegen Beleidigung rechnen.

Ab 15.50 Uhr löste sich die Menschenkette der Initiative "Herrenberg bleibt bunt" nach und nach auf. Gegen 16.20 Uhr war die Veranstaltung der AfD beendet und die Teilnehmer verließen den Veranstaltungsraum. Die Antifa beendete ihre Veranstaltung kurz nach der AfD.

"Rund 150 Antifa-Anhänger bildeten anschließend einen Spontanaufzug und bewegten sich von der Polizei begleitet in Richtung des Bahnhofs. Dort löste sich der Aufzug auf", ist abschließend zu lesen.

Aktualisiert, 19.37 Uhr

Titelfoto: Montage: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart, Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

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