Misstrauensvotum im Landtag: Höcke will Voigt stürzen, kriegt aber keine Stimmen von den Linken

Von Simone Rothe

Erfurt - Vor dem bevorstehenden Misstrauensantrag der AfD gegen Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) hat die Linke-Fraktion Stimmen für Björn Höcke (54) ausgeschlossen.

Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke versucht erneut Ministerpräsident zu werden.  © Martin Schutt/dpa

Der Landesvorstand der Linken erklärte in Erfurt, die Linke lehne die Politik der Landesregierung von Voigt zwar ab, werde aber trotzdem nicht für AfD-Partei- und Fraktionschef Björn Höcke als Ministerpräsident stimmen.

"Jede Stimme aus den demokratischen Fraktionen für den Faschisten Höcke hält ein Streichholz an die Demokratie", erklärte der Vorstand der Linken. "Wir werden bei der Abstimmung im Landtag sehr genau die Stimmverhältnisse beobachten", erklärte der Landesvorsitzende Ralf Plötner (43).

Ein Nein der Linken zu Höcke sei kein Ja zu Voigt und seiner Koalition. "Wir lehnen die Politik der Landesregierung ab und stehen für einen politischen Gegenentwurf mit antifaschistischer Haltung."

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Die AfD-Landtagsfraktion unternimmt bereits den zweiten Anlauf in diesem Jahr, um Regierungschef Mario Voigt aus dem Amt zu drängen. Höcke wird nach Angaben seiner Fraktion im Landtag erneut für das Ministerpräsidentenamt kandidieren. Bereits im Februar hatte er vergeblich versucht, Voigt zu stürzen.

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) ist der AfD ein Dorn im Auge.  © Martin Schutt/dpa

Anlass war bereits damals, dass Voigt seinen Doktortitel aberkannt bekam. Die AfD stellt mit 32 Abgeordneten die stärkste Fraktion im Landesparlament, braucht für einen Erfolg aber mindestens 45 Stimmen.

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