Mit Baseballschläger? AfD-Abgeordneter soll "asozialen Jugendlichen" attackiert haben

Stendal/Magdeburg – Ein Vorfall um ein beschädigtes Wahlplakat beschäftigt derzeit das Kriminalamt. Im Mittelpunkt steht der sachsen-anhaltische AfD-Europaabgeordnete Arno Bausemer (43), der einen Jugendlichen attackiert haben soll.

Arno Bausemer (43, AfD) sitzt seit 2024 im Europaparlament.  © Bildmontage: 123rf/nmrahim, Hendrik Schmidt/dpa

Der Vorfall ereignete sich nach eigenen Angaben des Politikers auf Facebook am Donnerstagabend. Bausemer und ein Parteikollege hielten sich demnach in einem Auto in der Nähe eines AfD-Banners auf, welches bereits zum dritten Mal innerhalb dieser Woche beschädigt worden war.

Im Verlauf des Abends sollen er und sein Parteifreund Ralf zwei Jugendliche dabei beobachtet haben, wie diese das Banner zerstörten.

"Wir haben die asozialen Jugendlichen auf frischer Tat erwischt", schreibt er zu seinem Facebook-Beitrag.

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Laut eigener Aussage konnten die beiden Erwachsenen einen der beiden nach einer kurzen Verfolgung stellen und festhalten. Der zweite Jugendliche sei geflüchtet.

Bei den beiden Verdächtigen soll es sich nach Informationen der Volksstimme um 14-Jährige handeln. Während der Verfolgung soll Bausemer zudem einen Baseballschläger eingesetzt haben. Mehrere Quellen berichten zudem, dass er den Heranwachsenden damit auch geschlagen haben soll.

Hierbei habe der 14-Jährige Verletzungen im Gesicht und an der Hand davongetragen und musste ärztlich behandelt werden. Bislang wollte sich der Abgeordnete jedoch nicht dazu äußern, ob der Baseballschläger zum Einsatz gekommen ist. Er selbst habe lediglich einen Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt.

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Landeskriminalamt ermittelt

Die Ermittlungen in dem Fall hat inzwischen das Landeskriminalamt übernommen. Nach Angaben der Behörde geht es zunächst um die Beschädigung eines Wahlplakats durch die Jugendlichen.

Anschließend sei es zu einer möglichen körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem der Teenager und einer Person gekommen, die Immunität genießt, so die Behörde gegenüber der Volksstimme. Dabei soll auch ein "mutmaßliches Schlagwerkzeug" zum Einsatz gekommen sein.

Weitere Details konnten bislang zum Schutz der Persönlichkeitsrechte sowie der laufenden Ermittlungen noch nicht genannt werden.

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