"Propagandistisch": BSW schießt gegen Öffentlich-Rechtliche und fordert Politikerin zum Ost-Duell auf
Berlin - Deutliche Worte! In einem offenen Brief schießt das BSW scharf gegen die Öffentlich-Rechtlichen und formuliert einen konkreten Duell-Vorschlag.
So fordern die Bündnis-Vorsitzenden die AfD-Chefin Alice Weidel (47) zu einer "kontroversen Debatte" mit Sahra Wagenknecht (56) "auf einem großen Marktplatz im Osten der Republik" auf. Man wolle die bekanntesten Gesichter beider Parteien gegeneinander antreten lassen.
Zur Begründung erklärt das BSW: "Leider verkommt der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk (ÖRR) zunehmend zu einem propagandistischen Staatsfunk", lautet der drastische Vorwurf. "Was der ÖRR und die großen Talkshows nicht mehr leisten, wollen wir daher selbst in die Hand nehmen."
Eine solche Diskussion würde es ermöglichen, die politische Debatte jenseits der bekannten Wahlformate wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen, heißt es.
"Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat die 'Brandmauer' gegenüber der AfD von Beginn an kritisiert. Sie ist undemokratisch und löst keine Probleme", beklagt die Parteispitze weiter.
BSW schlägt Wahlkampfbühnen als Ort für Wagenknecht-Weidel-Duell vor
In seinem Brief schreibt das BSW, dass es zwischen der Partei und der AfD zwar "wesentliche Unterschiede" gibt. Dennoch würde man bei einem nachträglichen Einzug in den Bundestag durch eine Neuauszählung, die zwingend geboten sei, Untersuchungsausschüsse zur Nord-Stream-Sprengung, Corona-Zeit oder zu den Maskendeals von Jens Spahn (46, CDU) ermöglichen.
"Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist unser Wahlziel die Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten regieren unter Einbindung der AfD", heißt es weiter.
Im Vorfeld könnten die Wahlkampfbühnen im September für das vorgeschlagene Duell zwischen Weidel und Wagenknecht genutzt werden.
Denkbar sei ein Hin- und Rückspiel bei Veranstaltungen in den zwei Landeshauptstädten Magdeburg und Schwerin – unter gemeinsam festgelegten Spielregeln. Ob die AfD darauf eingeht, ist bislang unklar.
Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa
