CDU einig: Diese bayrische Politikerin soll Deutschlands erste Bundespräsidentin werden
Von Michael Fischer, Christoph Trost
Berlin - In der CDU-Führung besteht Einigkeit darüber, dass die CSU-Politikerin und bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (61) Bundespräsidentin werden soll.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren hochrangigen Quellen der Union will Bundeskanzler Friedrich Merz (70) sie am Sonntag und Montag den CDU-Führungsgremien offiziell vorschlagen.
Eine Bestätigung von Merz selbst gab es zunächst allerdings nicht. "Wir kommentieren keine Meldungen und verweisen auf die Gremien am Montag", heißt es aus seinem Umfeld.
CSU-Chef Markus Söder (59) hatte Aigner schon im April ins Spiel gebracht. Merz hatte sich lange Zeit in der Kandidatendebatte gar nicht geäußert, sich dann am Montag aber auf eine Frau festgelegt. In den vergangenen beiden Tagen sprachen sich dann immer CDU-Landeschefs offen für Aigner aus. Auch Fraktionschef Thorsten Frei äußerte sich positiv zu ihr.
Die formelle Entscheidung sollen CDU-Präsidium und -Vorstand am Montag treffen. Schon am Sonntagabend trifft Merz die Mitglieder des Präsidiums zu einem Abendessen.
Die Bundesversammlung bestimmt am 30. Januar 2027, wer Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) nachfolgen soll. Union und SPD haben eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen und wollen sich auf einen gemeinsamen Vorschlag verständigen. Die CSU hat sich auf ihrem Parteitag vor zwei Wochen klar hinter die 61-jährige Aigner gestellt, auch die SPD hat Zustimmung signalisiert.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
