Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt scheitert mit Widerspruch gegen Entzug seines Doktortitels

Von Stefan Hantzschmann

Erfurt/Chemnitz - Die Technische Universität (TU) Chemnitz bleibt bei ihrer Entscheidung, Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (49, CDU) den Doktorgrad zu entziehen.

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) bekommt seinen Doktortitel weiterhin nicht zurück.  © Michael Kappeler/dpa

Ein Widerspruch des CDU-Politikers gegen die Aberkennung des Titels sei vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz zurückgewiesen worden, teilte ein Sprecher der Universität auf Anfrage mit. Zuvor hatte der "Stern" berichtet.

Ein Anwalt Voigts teilte mit, dass die Entscheidung der TU Chemnitz nicht überraschend sei. "Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben."

Voigt steht seit Monaten wegen der Sache unter Druck. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Dissertation mit dem Titel "Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry" aus dem Jahr 2008 unsauber gearbeitet zu haben. Die ersten Plagiatsvorwürfe waren kurz vor der Landtagswahl 2024 aufgekommen.

CDU Wer soll die Entlastung bezahlen? Kommt jetzt doch die Reichensteuer?

Im Januar 2026 wurde dann bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung zu der Entscheidung gekommen ist, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Schon damals kündigte Voigt an, sich gegen diese Entscheidung zu wehren - notfalls vor Gericht.

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Vor allem die Thüringer AfD-Fraktion setzt Voigt wegen des Entzugs seines Doktortitels immer wieder unter Druck. Anfang Februar hatte die AfD im Thüringer Landtag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Voigt losgetreten - Björn Höcke (54, AfD) trat dabei selbst für den Posten des Ministerpräsidenten an und scheiterte. Voigt blieb im Amt.

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