Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will bis 2029 den "AfD-Code" knacken

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von Stefan Hantzschmann

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) will bis zur nächsten regulären Landtagswahl 2029 mit dem Prinzip Hoffnung den Ergebnissen der AfD entgegentreten.

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) will die AfD durch seine politische Arbeit kleiner machen.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) will die AfD durch seine politische Arbeit kleiner machen.  © Michael Kappeler/dpa

"Ich bin mir sicher: Bis 2029 knacken wir in Thüringen den Code der AfD", sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der "Zeit". Die AfD stifte Hoffnung durch Abgrenzung, erläuterte Voigt das, was er AfD-Code nannte. Diese Partei verspreche allen alles, sie sei überall präsent und sie erzähle Politik so, dass sie mehr Leute erreiche als andere Parteien. "Unsere Antwort kann nur lauten: Hoffnung durch Ergebnisse", betonte er. 

Der 49-Jährige sagte zum Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Deutschland habe mit voller Wucht eine gesellschaftliche Veränderung getroffen, die unter der Oberfläche schon sehr lange geschwelt habe. "Es ging auch um Frust, auch gegenüber der Politik in Berlin", so Voigt.

Wenn knapp 44 Prozent der Menschen eine gesichert rechtsextreme Partei wählten, dann gehe es um mehr als ein Kommunikationsproblem der Bundesregierung. "Die AfD wurde in Sachsen-Anhalt [zur] Partei der Hoffnung."

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will weitermachen: "Laufe nicht vor Problemen weg"
CDU Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will weitermachen: "Laufe nicht vor Problemen weg"

Die Probleme liegen seiner Meinung nach tiefer. "Es geht um die Frage: Fühlen sich die Menschen mit ihren Lebensentwürfen noch gesehen, gewürdigt und ernst genommen?"

Mario Voigt hatte in Thüringen im Jahr 2024 Deutschlands erste Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD geschmiedet. Nach dem Zerbrechen der BSW-Fraktion regiert er mit der Abspaltung Thüringen.Gerecht weiter.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

Mehr zum Thema CDU: