Von Andreas Heimann
Berlin - Der frühere Berliner Spitzenpolitiker und erste Präsident des Landesverfassungsgerichts im wiedervereinigten Berlin, Klaus Finkelnburg, ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
Er starb bereits am Samstag nach langer Krankheit, wie der CDU-Landesverband mit Berufung auf seine Familie der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mitteilte.
Finkelnburg hatte in Bonn Rechtswissenschaften studiert, zog nach dem Mauerbau nach Berlin und promovierte an der Freien Universität (FU). Ab 1966 arbeitete er als Rechtsanwalt und war über mehrere Jahrzehnte Honorarprofessor an der FU.
Der Jurist und Autor zahlreicher Fachwerke war entscheidend an der Ausgestaltung der neuen Berliner Verfassung in der Zeit nach der Wiedervereinigung beteiligt und ab 1992 erster Präsident des neu gegründeten Berliner Verfassungsgerichts.
"Er hat dieses Amt bis zum Jahr 2000 wie alle Berliner Verfassungsrichterinnen und ‑richter ehrenamtlich ausgeübt und den Verfassungsgerichtshof in den Jahren nach der Wiedervereinigung maßgeblich geprägt", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU).
Auch als Mitglied im Abgeordnetenhaus für die CDU von 1985 bis 1992 habe sich Finkelnburg stets für Berlin engagiert, die Stadt, die ihm zur Heimat geworden sei. Unter anderem übernahm er den ehrenamtlichen Vorsitz des Vereins für die Geschichte Berlins.