Von Russland gelenkt? Fake-News-Kampagne gegen Ministerpräsident Schulze
Magdeburg - Erfundene Vorwürfe im Wahlkampf: Gegen den Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Sven Schulze (47, CDU), läuft eine fiese Lügen-Kampagne. Diese werde offenbar von russischen Kreisen gelenkt wird, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Auf einer Webseite, die der Homepage der "Süddeutschen Zeitung" verblüffend ähnlich sieht, wurde ein Artikel platziert, dass der MP in seinem Heimatdorf Heteborn afghanische Kinder festgehalten und sogar missbraucht haben soll, schreibt RND.
Dabei handelt es sich um einen aus den Fingern gesaugten Bericht, der frei erfunden ist.
Während die angebliche SZ-Redaktion im Bericht behauptet, sich an das LKA Sachsen-Anhalts gewandt zu haben, hat RND beim Landeskriminalamt nachgehakt.
Dort wurde klargestellt, dass die Vorwürfe erfunden seien und nicht ermittelt werde.
Verantwortlich für die Diffamierungkampagne soll "Storm-1516" sein, eine russische Propaganda-Gruppe, der enge Verbindungen zum Militärgeheimdienst GRU nachgesagt werden. Es soll sich dabei nicht um den ersten derartigen Desinformationsangriff auf einen deutschen Politiker handeln.
Warum der Bericht über Sven Schulze eine Fälschung ist
Woran man erkennt, dass es sich um eine Fälschung handelt?
Der Teufel steckt im Detail, deshalb findet man den gefälschten Artikel nur auf einer erfundenen Domain namens "Sueddeutsch.com", die nicht zum SZ-Angebot gehört.
Auf der echten Webseite mit der URL sueddeutsche.de ist der Bericht deshalb auch nicht zu finden.
Sachsen-Anhalt wählt am 6. September ein neues Parlament. In Umfragen führt die AfD klar vor der CDU - der Partei des amtierenden Ministerpräsidenten.
Titelfoto: Ralf Seegers

