Hat ein Problem mit Eralp: Rassismus-Eklat um Ex-Sportmoderator
Berlin - Ex-Sportmoderator Waldemar Hartmann (78) hat mit einer Äußerung über die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp (45) eine heftige Debatte ausgelöst. Der Vorwurf? Blanker Rassismus!
Auslöser der Kontroverse ist ein Beitrag des früheren TV-Moderators auf der Plattform X. Darin rechnete Hartmann zunächst mit der Berliner Linken ab. Er warf der Partei unter anderem eine "Abhängigkeit von kriminellen Clans und islamistischen Terrororganisationen" vor. Doch eine weitere Bemerkung brachte ihm massive Kritik ein: Er habe "einfach ein Problem damit, dass eine künftige Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt Elif Eralp heißt".
Für zahlreiche Politiker war damit eine Grenze überschritten. CDU-Staatsministerin Serap Güler (46) betonte zwar, dass Eralp und ihre Partei durchaus scharf kritisiert werden dürften. Hartmanns Aussage bezeichnete sie allerdings als "ohne Wenn und Aber blanker Rassismus".
Grünen-Politikerin Ricarda Lang (32) kommentierte den Vorfall auf X mit den Worten: "You’re not supposed to say the quiet part out loud." Sinngemäß warf sie Hartmann damit vor, ein rassistisches Vorurteil ausgesprochen zu haben, das sonst lieber unausgesprochen bleibe.
Gegenüber "BILD" wehrte sich Hartmann vehement gegen die Anschuldigungen. Seine Kritik habe sich ausschließlich gegen die Berliner Linke und deren aus seiner Sicht "aberwitzige" Politik gerichtet. Dass ihm nun Rassismus vorgeworfen werde, treffe ihn persönlich.
"Ich bin jetzt 78 Jahre alt, kein Mensch kann mir auch nur ansatzweise irgendetwas vorlegen, das mit Rassismus zu tun hat. Ich war kein Rassist, ich bin keiner und ich werde auch keiner werden", stellte der ehemalige Sportmoderator klar.
Waldemar Hartmann rechnet mit CDU-Politikern ab
Dass Politiker von Linken und Grünen nun die "Rassismuskeule schwingen", könne er noch hinnehmen. Diese werde schließlich gegen jeden eingesetzt, der Klartext spreche, so Hartmann. Besonders enttäuscht zeigte er sich allerdings von den Vorwürfen aus den Reihen der CDU.
Dass sich CDU-Politiker mit Rassismus-Anschuldigungen gegen ihn zu Wort meldeten, statt sich zu fragen, warum Eralp überhaupt eine Chance auf das Amt habe, sei "an Heuchelei und Unterirdischem nicht zu überbieten".
Ab dem heutigen Montag übernimmt Eralp die Leitung der Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD in Berlin.
Dabei geht es um die politische Zukunft der Hauptstadt – und möglicherweise auch um den Einzug ins Rote Rathaus.
Titelfoto: Janne Kieselbach/dpa-Zentralbild/dpa; Christoph Soeder/dpa

