Linke wollen Wahl-Revolution: 14-Jährige sollen künftig abstimmen dürfen

Erfurt - Bei zukünftigen Kommunalwahlen in Thüringen sollten nach dem Willen der Linke-Landtagsfraktion noch mehr Menschen als bislang wählen dürfen.

In Thüringen soll nach dem Willen der Linken das Wahlalter auf kommunaler Ebene weiter herabgesetzt werden. (Symbolfoto)
In Thüringen soll nach dem Willen der Linken das Wahlalter auf kommunaler Ebene weiter herabgesetzt werden. (Symbolfoto)  © picture alliance / dpa

Unter anderem schlage die Fraktion vor, das Wahlalter bei solchen Abstimmungen auf 14 Jahre zu senken, sagte die Sprecherin für Demokratie, Anja Müller (50, Linke), am Donnerstag in Erfurt.

Bei der Wahl etwa von Landräten, Bürgermeistern oder Gemeinderäten würden Menschen bestimmt, die auch das Leben von jungen Menschen entscheidend beeinflussten.

Sie würden beispielsweise darüber bestimmen, wo Jugendclubs entstünden. Deshalb müssten junge Menschen mit darüber entscheiden können, wer in solchen Fragen ihre Interessen am besten vertrete.

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Der neuerliche Vorstoß zu einer weiteren Absenkung des Wahlalters ist Teil eines umfassenden Forderungskataloges der Linken, mit dem mehr demokratische Teilhabe in den Kommunen erreicht werden soll.

In Thüringen war das Mindestalter zur Teilnahme an Kommunalwahlen bereits 2015 auf 16 Jahre abgesenkt worden.

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