Sächsische Politikerin nach Parteitag: "Die FDP ist keineswegs tot"

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Freiberg/Berlin - Aus dem Bundestag geflogen, in aktuellen Umfragen unter fünf Prozent – die FDP droht, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Jetzt soll Wolfgang Kubicki (74, FDP) die Liberalen retten. Er wurde auf dem Parteitag in Berlin zum neuen Partei-Chef gewählt. Zustimmung kommt aus Sachsen.

"Die FDP ist keineswegs tot", sagt Katrin Münch, Kreisvorsitzende der FDP Mittelsachsen.
"Die FDP ist keineswegs tot", sagt Katrin Münch, Kreisvorsitzende der FDP Mittelsachsen.  © FDP Mittelsachsen

"Mit der Wahl von Wolfgang Kubicki in die Parteiführung wurde zugleich ein erfahrener Liberaler gestärkt, der für viele Mitglieder eine wichtige Stimme innerhalb der FDP bleibt", teilt die FDP Mittelsachsen mit.

Kreisvorsitzende Katrin Münch betont: "Der Parteitag hat gezeigt, dass die FDP keineswegs tot ist." Natürlich hätte es unterschiedliche politische Ansichten gegeben.

"Entscheidend ist aber, dass wir diese Debatten offen führen und daraus neue Stärke entwickeln. Gerade nach den schwierigen Monaten braucht die FDP Mut zur Erneuerung und den Willen, gemeinsam nach vorne zu schauen", sagt Münch.

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Völlig überraschend hatte sich Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) beim Parteitag gegen Kubicki aufstellen lassen. Doch der 74-Jährige setzte sich mit fast 60 Prozent der Stimmen zum Partei-Chef durch.

Der neue FDP-Chef hat nun eine gewaltige Aufgabe vor sich: Er will verhindern, dass die Partei in die Bedeutungslosigkeit abrutscht.

Brandmauer-Debatte spaltet die Liberalen

Will seine Partei vor der Bedeutungslosigkeit bewahren: FDP-Chef Wolfgang Kubicki (74).
Will seine Partei vor der Bedeutungslosigkeit bewahren: FDP-Chef Wolfgang Kubicki (74).  © Michael Kappeler/dpa

Der Parteitag in Berlin zeigte auch die unterschiedlichen Meinungen zur AfD. Einige Mitglieder halten weiter an einer Brandmauer fest – Kubicki gehört nicht dazu. Eine Koalition mit der AfD würde er zwar nicht eingehen, gemeinsam abstimmen aber schon. Das sagte der 74-Jährige kürzlich in einem "FOCUS"-Interview.

Für die FDP Mittelsachsen gehören unterschiedliche Positionen in die Phase der Neuaufstellung dazu. "Die FDP Mittelsachsen wird diesen Prozess konstruktiv begleiten und sich weiterhin für eine starke liberale Stimme in Sachsen und Deutschland einsetzen", heißt es dazu.

Nun geht der Blick zu den kommenden Wahlen im September. Umfragen zu den Landtagswahlen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeigen: Die FDP liegt weit unter fünf Prozent.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa, FDP Mittelsachsen

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