Erhöhung der Mehrwertsteuer: Spitzenkandidat der NRW-SPD mit Ansage an Partei

Von Dorothea Hülsmeier

Düsseldorf - Der designierte SPD-Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl, Jochen Ott (51), hat von der Bundespartei eine klare Absage an eine Erhöhung der Mehrwertsteuer gefordert.

Jochen Ott (51) ist seit 23. Mai 2023 Fraktionsvorsitzender der NRW-SPD und als solcher Oppositionsführer.
Jochen Ott (51) ist seit 23. Mai 2023 Fraktionsvorsitzender der NRW-SPD und als solcher Oppositionsführer.  © Oliver Berg/dpa

"Gerade angesichts stark steigender Energie- und Lebensmittelpreise würde eine Erhöhung der Mehrwertsteuer Familien hart treffen", sagte der nordrhein-westfälische Landtagsfraktionschef der Deutschen Presse-Agentur.

"Die SPD muss diesen Plänen eine klare Absage erteilen – auch mit Blick auf das Treffen an diesem Freitag im Willy-Brandt-Haus", mahnte Ott.

Bei einem Spitzentreffen der SPD in Berlin mit Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikerinnen und -politikern wollen die Sozialdemokraten am Freitag einen Reformplan für die Verhandlungen in der schwarz-roten Bundesregierung aufstellen.

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Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hatte im Zusammenhang mit angestrebten Entlastungen von Arbeitnehmern und Unternehmen Änderungen bei der Mehrwertsteuer nicht ausgeschlossen.

"Ich erwarte, dass berufstätige Familien zu den Gewinnerinnen der anstehenden Reformen gehören", forderte SPD-Politiker Ott.

Reformpläne sollen für mehr Gerechtigkeit sorgen

Diese müssten im Zentrum der notwendigen Entlastungen stehen. Durch die Reformpläne müsse mehr Gerechtigkeit geschaffen werden.

"Neue Belastungen für untere und mittlere Einkommen würden das Gegenteil bewirken und müssen sofort vom Tisch genommen werden." In Nordrhein-Westfalen wird im April 2027 ein neuer Landtag gewählt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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