Peinlicher Kultur-Fauxpas: Beatrix von Storch posiert vor "Neuschweinstein"

Schwangau - Bis zur Bundestagswahl sind es nur noch wenige Tage und so touren derzeit Politiker quer durchs Land, um die Wähler für sich zu gewinnen. Auch Beatrix von Storch (50, AfD) wirbt um Stimmen - und leistet sich einen peinlichen Ausrutscher.

Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch (50) hat sich mit diesem scheinbaren Selfie wenig Freunde gemacht.
Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch (50) hat sich mit diesem scheinbaren Selfie wenig Freunde gemacht.  © Screenshot/Instagram/Beatrix von Storch

Bei ihrem Trip durch Bayern hielt die 50-Jährige für ein Instagram-Foto im südöstlichen Allgäu an.

In ihrem Beitrag schreibt sie: "Von Füssen nach Neu-Ulm kann man nicht fahren, ohne beim #schlossneuschwanstein anzuhalten."

So weit, so löblich. Was jedoch in der Ortsmarkierung des Fotos schief gelaufen ist, hat den Usern weniger gefallen.

Dort hat die Politikerin nämlich "Neuschweinsteinschloß" eingetragen. Und mit Schweinen hat das wohl berühmteste Schloss von Bayerns "Märchenkönig" Ludwigs II. wenig zu tun.

Dass sich ein Bundestags-Mitglied bei so einem Fauxpas auf Häme und Spott einstellen muss, ist schon fast normal.

Vor allem aber, wenn man sich als AfD-Politikerin den Erhalt deutscher Werte, Sprache und Kultur auf die Partei-Fahnen geschrieben hat.

"Und du willst eine aufrechte Toitsche sein?"

Schon seit einigen Jahren wird versucht, das Schloss Neuschwanstein auf die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe zu bringen. (Archiv)
Schon seit einigen Jahren wird versucht, das Schloss Neuschwanstein auf die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe zu bringen. (Archiv)  © Karl-Josef Hildenbrand dpa/lby

Zahlreiche User zeigten wenig Verständnis für so einen Umgang mit einem der bekanntesten Bauwerke des Landes.

"Hieße das nicht eher Schloss Neuschwanstein??", "Neuschweinstein 🐷 Peinlich.", "Neuschweinsteinschloss also..? Sowas sitzt im Bundestag.. 🤡", "Neuschweinstein 🤦🏼‍♀️😂 AUTSCH!" und "Und du willst eine aufrechte Toitsche sein?" lauten ein paar der Reaktionen.

Andere halten der für Patriotismus werbenden Populistin den Spiegel vor: "Tja, Frau von Braunstorch, soviel zu deutschen Kulturgut. Setzen, Sechs", "Warum korrigieren Sie diesen faux pas nicht? Wie können Sie ein Highlight der deutschen Kultur einfach so diskreditieren?" oder "Ich halte fest, Trixies Geographie- und Grammatikkenntnisse reihen sich direkt hinter Chrupallas Lyrikkenntnisse ein" lautet die Kritik.

Ein weiterer User kommentiert in Mundart, dass von Storch "nicht einmal das könne". Kurz und knapp heißt es da: "ned a moi des kost.. neuschweinstein". (Rechtschreibungen übernommen.)

Den Fehler mit "Neuschweinstein" - oder der veralteten Schreibweise "Schloß" - hat die 50-Jährige bislang nicht korrigiert.

Vielleicht sitzt sie es aber einfach auch aus, bis die nächste Sau durchs Schloss getrieben wird.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/Beatrix von Storch

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