Sachsens MP Kretschmer will neue Energiewende: "So wie das geplant war, geht das nicht!"

Grimma/Dresden - Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU) plädiert für eine andere Klimaschutzpolitik.

Ein früherer Braunkohle-Ausstieg "geht so jetzt nicht mehr", findet Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU).
Ein früherer Braunkohle-Ausstieg "geht so jetzt nicht mehr", findet Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU).  © Sebastian Willnow/dpa

"Wir brauchen eine Neuauflage der Energiewende - so wie das geplant war, geht das nicht", sagte er am Wochenende. "Ich meine, es wäre absolut falsch, Atomkraftwerke jetzt abzuschalten und Braunkohlekraftwerke anzuschalten."

Diese Diskussion müsse mit der Bundesregierung geführt werden, um "jetzt schnell und zügig" die Weichen zu stellen, "um jungen Leuten da auch eine Idee zu geben, in welche Berufe sie gehen, wo sie mitwirken können, und Investoren eine Richtung, wo es sich lohnt zu investieren".

Kretschmer plädierte für eine weitere, breite Diskussion zur Frage, welche Energieversorgung Deutschland will. 2011 und 2018, beim Ausstieg aus Atomenergie und Braunkohleverstromung, sei die größere Abhängigkeit vom Ausland gewollt gewesen, weil dafür 50 Gaskraftwerke gebaut werden sollten.

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Und die neue Bundesregierung wolle den Ausstieg aus der Braunkohle noch früher. "Das geht jetzt so nicht mehr", sagte er.

"Wir brauchen einen neuen Antritt für die Energiepolitik der nächsten Jahrzehnte."

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa

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