Sahra Wagenknecht: Linke Landtagsabgeordnete fordern Ausschluss

Erfurt/Magdeburg/Dresden - Die Thüringer Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss (44) hat nach der umstrittenen Rede ihrer Parteikollegin Sahra Wagenknecht (53) deren Ausschluss aus der Linke-Bundestagsfraktion gefordert.

Sahra Wagenknechts Worte haben bei den Parteikollegen einen Nerv getroffen. Kann sie weiterhin Fraktionsmitglied bei Die Linke bleiben?
Sahra Wagenknechts Worte haben bei den Parteikollegen einen Nerv getroffen. Kann sie weiterhin Fraktionsmitglied bei Die Linke bleiben?  © Michael Kappeler/dpa

König-Preuss verbreitete auf Twitter einen offenen Brief, in dem sie gemeinsam mit zwei weiteren Linke-Landespolitikerinnen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zugleich den Rücktritt der beiden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion verlangte. Diese hätten Wagenknechts Rede im Bundestag zugelassen und damit gestützt.

Wagenknecht hatte der Bundesregierung am Donnerstag mit Blick auf Russland vorgeworfen, "einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten vom Zaun zu brechen". Sie forderte einen Stopp der Wirtschaftssanktionen gegen Russland und Verhandlungen zur Lieferung von russischer Energie nach Deutschland.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (66, Linke) twitterte am Samstag, nach seiner Rückkehr von einem Besuch in Polen müsse er "in aller Deutlichkeit Forderungen nach separaten Verhandlungen Deutschlands mit der Russischen Staatsführung über die Lieferung von "preiswertem Erdgas" widersprechen".

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Sahra Wagenknecht Wagenknecht nennt Grüne die "gefährlichste Partei" im Bundestag - und erntet Kritik


Mit zwei weiteren Parteikolleginnen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen fordert Katharina König-Preuss (44, Die Linke) den Ausschluss von Sahra Wagenknecht aus der Linke-Bundestagsfraktion.
Mit zwei weiteren Parteikolleginnen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen fordert Katharina König-Preuss (44, Die Linke) den Ausschluss von Sahra Wagenknecht aus der Linke-Bundestagsfraktion.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Die Bezahlung wäre blutig und würde das freie Europa zerstören", so Ramelow.

Titelfoto: Montage: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa, Michael Kappeler/dpa

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