"Wir töten dich": Antisemitismus-Beauftragter erhält Morddrohung

Von Wilhelm Pischke

Potsdam - Nach einem Brandanschlag auf das Grundstück des Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner (52, FDP) ist beim Brandenburger Landtag ein Brief mit einer Morddrohung und Beschimpfungen gegen ihn eingegangen.

Andreas Büttner (52, FDP) sieht sich nicht zum ersten Mal mit Anfeindungen konfrontiert.
Andreas Büttner (52, FDP) sieht sich nicht zum ersten Mal mit Anfeindungen konfrontiert.  © Soeren Stache/dpa

Das teilte die Landtagsverwaltung mit. Die Polizei bestätigte entsprechende Ermittlungen wegen Bedrohung und Beleidigung gegen den unbekannten Absender.

Dem Brief war zudem eine verdächtige Substanz beigefügt. Die Beamten untersuchten daraufhin nach eigenen Angaben den Inhalt des Schreibens unter Sicherheitsvorkehrungen. Das graue Granulat erwies sich als ungefährlich. Der Briefumschlag war über die Poststelle des Landtages an Büttner übermittelt worden.

Laut Landtagsverwaltung stand auf dem Brief unter anderem "Wir töten dich" sowie ein gezeichnetes Dreieck. Dieses Zeichen steht demnach als Symbol der Hamas. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Deutscher gehts nicht: CDU-Abgeordneter hat Panzerwagen als Adventskalender
Politiker Deutscher gehts nicht: CDU-Abgeordneter hat Panzerwagen als Adventskalender

Das private Grundstück von Büttner in Templin in der Uckermark wurde vor wenigen Tagen nach seinen Angaben Ziel eines Brandanschlags. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. Die Polizei berichtete vom Brand eines Schuppens in einem Templiner Ortsteil.

Bei dem Feuer sei niemand verletzt worden. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck aufgebracht worden sein. 2024 hatten Unbekannte auf Büttners Privatauto Hakenkreuze eingeritzt.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

Mehr zum Thema Politiker: