"Schürt einen Generalverdacht": Grimm-Benne kritisiert strengere Regeln für Krankschreibung

Von Inga Jahn

Magdeburg/Berlin - Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (64, SPD) hat die Pläne der Bundesregierung zu strengeren Regeln bei Krankschreibungen kritisiert.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (64, SPD) ist gegen strengere Regeln für Krankschreibungen. (Archivbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

"Die Rückkehr zur verpflichtenden Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag schürt einen Generalverdacht gegenüber Beschäftigten", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Gleichzeitig werde dadurch verhindert, dass Ärztinnen und Ärzte "sich mit voller Kraft auf die schweren Krankheitsfälle" konzentrieren können. 

Die schwarz-rote Koalition plant deutlich schärfere Vorgaben, die hohe Fehlzeiten in Unternehmen eindämmen sollen, wie Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) deutlich machte.

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Künftig soll demnach als gesetzliche Regel gelten, dass man schon vom ersten Fehltag an eine ärztliche Bescheinigung braucht statt am vierten Tag. 

Krankschreibungen per Telefon sollen Merz zufolge nicht mehr möglich sein.

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Grimm-Benne entgegnete: "Die telefonische Krankschreibung war ein sinnvolles Instrument, um überfüllte Praxen zu verhindern, Ansteckungen zu vermeiden und das Gesundheitssystem zu entlasten".

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