MV-Wahl live: Wahlsieger AfD, reicht es aber doch für Rot-Rot-Grün?

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Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Auch nach der vierten Hochrechnung bleibt die AfD Wahlsieger, landet vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52). Eine Rot-Rot-Grüne Regierung wäre nach derzeitigen Rechnungen möglich.

Leif-Erik Holm (AfD, r.), Ministerpräsidentenkandidat der AfD, und Tino Chrupalla (vorne l.), AfD-Bundesvorsitzender, feiern auf der Wahlparty ihrer Partei.
Leif-Erik Holm (AfD, r.), Ministerpräsidentenkandidat der AfD, und Tino Chrupalla (vorne l.), AfD-Bundesvorsitzender, feiern auf der Wahlparty ihrer Partei.  © Markus Scholz/dpa

Laut der vierten Hochrechnung sieht es wie folgt aus:

  • AfD: 37,9 Prozent
  • SPD: 35,7 Prozent
  • CDU: 5 Prozent
  • Linke: 6,7 Prozent
  • Grüne: 5,4 Prozent
  • FDP: 1 Prozent
  • BSW: 4,9 Prozent

In unserem Liveticker zur Mecklenburg-Vorpommern-Wahl findet Ihr jederzeit alle wichtigen Informationen im Überblick.

20. September, 20.10 Uhr: Ukraine-Haltung kostete SPD aus Sicht von Schwesig Stimmen

Nach den ersten Hochrechnungen äußern sich Leif-Erik Holm (AfD) und Manuela Schwesig (SPD) am Sonntagabend bei der "Tagesschau".

"Wir haben 45.000 Wähler von der SPD geholt und vor allem auch Nicht-Wähler - was auch ein Verdienst der Demokratie ist, dass wir diese hohe Wahlbeteiligung haben", so Holm.

Nach Ansicht von Schwesig gebe es mehrere Gründe, weshalb die SPD zahlreiche Wähler an die AfD verloren habe: Von einer "Denkzettelwahl Richtung Bundeskanzler und der gesamten Regierung" ist die Rede. "Und die AfD vertritt zwei Positionen, die in unserem Bundesland sehr populär sind, die wir nicht vertreten. Das ist einmal die Unterstützung der Ukraine aufzuhören damit und Nord-Stream aufzumachen. Aber ich war nicht bereit dafür zu wackeln."

20. September, 19.50 Uhr: BSW möglicherweise "Zünglein an der Waage"

Das BSW hofft auf einen Einzug in das Parlament. Nach der vierten Hochrechnung lag die Partei bei 4,9 Prozent. "Wir sind ganz zuversichtlich, dass wir in den Landtag einziehen werden", so BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel (60) in der ARD. "Wir sind wahrscheinlich auch hier in Mecklenburg-Vorpommern ein Zünglein an der Waage, möglicherweise."

Da das Bündnis nun nach aktuellem Stand knapp unter der 5-Prozent-Hürde liegt, wäre eine Koalition aus SPD, Linke und Grüne derzeit möglich.

BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel (60) hofft auf den Einzug ins Parlament.
BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel (60) hofft auf den Einzug ins Parlament.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

20. September, 19.43 Uhr: FDP-Landeschef will nicht mehr für Spitzenamt antreten

Nach der Wahlschlappe für seine Partei will FDP-Landeschef René Domke (54) nicht erneut für ein Parteiamt kandidieren.

Er stehe nicht mehr zur Verfügung, so Domke in Schwerin. "Ich übernehme die persönliche Verantwortung." Spitzenkandidat war der Vize-Bürgermeister der Hansestadt Wismar nicht.

FDP-Landeschef René Domke (54) möchte nicht mehr für Spitzenamt antreten. (Archivfoto)
FDP-Landeschef René Domke (54) möchte nicht mehr für Spitzenamt antreten. (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa

20. September, 19.34 Uhr: CDU-Landeschef schließt Koalition mit AfD oder Linken aus

CDU-Landeschef Daniel Peters (45) hat eine Koalition mit der AfD, aber auch mit der Linken ausgeschlossen.

"Ich habe vor der Wahl gesagt, mit wem wir zusammenarbeiten würden und mit wem nicht und dabei bleibt es auch: Wir würden nicht mit der AfD koalieren, keinesfalls, auch nicht mit den Linken, weil die politischen Ränder dieses Land ins Abseits führen würden", so der Spitzenkandidat.

CDU-Landeschef Daniel Peters (45) schließt eine Koalition mit AfD oder Linke nach den Ergebnissen der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern aus.
CDU-Landeschef Daniel Peters (45) schließt eine Koalition mit AfD oder Linke nach den Ergebnissen der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern aus.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

20. September, 19.21 Uhr: BSW schließt Koalition mit AfD aus

BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel (60) hat in der ARD eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Eine Zusammenarbeit sei aber denkbar.

20. September, 19.08 Uhr: Grünen-Spitzenkandidatin sieht Wahlergebnis für ihre Partei als Erfolg

"Für uns ist wichtig über die 5 Prozenthürde zu kommen. Es sieht momentan danach aus, als ob wir das geschafft hätten", so Claudia Müller, Spitzenkandidaten Bündnis 90/Die Grünen, im ARD-Studio.

"Für Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern ist das ein Erfolg. Wir waren bis jetzt noch nie zwei aufeinanderfolgende Legislaturen im Landtag. Aber das Gesamtergebnis kann uns alle nicht zufriedenstellen, denn es ist uns nicht gelungen dafür zu sorgen, dass die große breite demokratische Mehrheit abgebildet wird."

Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen), Spitzenkandidatin der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, sieht das Wahlergebnis für ihre Partei als Erfolg.
Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen), Spitzenkandidatin der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, sieht das Wahlergebnis für ihre Partei als Erfolg.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

20. September, 19.02 Uhr: Rot-Rot-Grün nach ersten Ergebnissen nicht möglich

Nach der zweiten Hochrechnung würde es für Rot-Rot-Grün in Mecklenburg-Vorpommern für eine gemeinsame Regierungsbildung nicht mehr reichen.

Die Spitzenkandidatin der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg (57), hat sich offen für eine weitere Beteiligung an einer möglichen neuen Landesregierung gezeigt. So sei ihre Partei der Garant für ein bezahlbares Leben und eine gute Bildungspolitik. "Das möchten wir natürlich weiter vorantreiben", erklärt Oldenburg im ARD-Interview.

20. September, 18.46 Uhr: Holm möchte Gespräch mit anderen Parteien suchen

"Wir sind der Meinung wir haben einen Regierungsauftrag und jetzt wollen wir natürlich auch das Gespräch suchen mit allen anderen Parteien, um etwas zu bewegen", so Wahl-Sieger Leif-Erik Holm im ARD-Studio.

"Wir erwarten auch eine Gesprächsbereitschaft." Schließlich wollen die Menschen nach Aussage des Politikers Veränderung, die sie nun auch bekommen sollen. Auf eine Anspielung zu rechtsextremen Mitgliedern seiner Partei entgegnet Holm gegenüber der Moderatorin Susanne Stichler: "Sie framen jetzt hier wieder mit rechtsextrem. Das sind immer dieselben Geschichten. Sie wissen, dass wir hier nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes sind. Es geht darum, für die Bürger etwas zu tun."

20. September, 18.41 Uhr: Schwesig sei dazu bereit, ihre Arbeit fortzusetzen

Schwesig hat zahlreiche Wähler an die AfD verloren. Dennoch sehe sie ihr Motto "Die Frau gegen blau" als gelungen an, da die AfD keine absolute Mehrheit erreicht hat und dadurch nicht allein regieren könne.

"Die Mehrheit hat sich heute ganz klar für demokratische Parteien entschieden. Deshalb stehe ich dazu bereit, [...] die Arbeit fortzusetzen. Und ich stehe bereit für eine stabile Regierung", so die 52-Jährige im ARD-Studio.

Manuela Schwesig (52, SPD) ist dazu bereit, ihre Arbeit fortzusetzen.
Manuela Schwesig (52, SPD) ist dazu bereit, ihre Arbeit fortzusetzen.  © Bernd Wüstneck/dpa

20. September, 18.36 Uhr: Auch BSW jubelt

Die BSW-Spitzen sehen die ARD-Ergebnisse mit jeweils fünf Prozent für die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin als Beleg dafür, dass sich ihre Partei fest etabliert.

Die Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali (46) und Fabio De Masi (46) erklären bei der BSW-Wahlparty in Schwerin, man habe im Gegenwind gekämpft. Er habe nun ein "breites innerliches Grinsen", so De Masi.

Amira Mohamed Ali (l-r), BSW-Bundesvorsitzende, Peter Schabbel, Spitzenkandidat des BSW und Landesvorsitzender des BSW in Mecklenburg-Vorpommern, Sabine Firnhaber (BSW), Spitzenkandidatin des BSW und Fabio De Masi, BSW-Bundesvorsitzender, feiern.
Amira Mohamed Ali (l-r), BSW-Bundesvorsitzende, Peter Schabbel, Spitzenkandidat des BSW und Landesvorsitzender des BSW in Mecklenburg-Vorpommern, Sabine Firnhaber (BSW), Spitzenkandidatin des BSW und Fabio De Masi, BSW-Bundesvorsitzender, feiern.  © Philip Dulian/dpa

20. September, 18.34 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Schirmer spricht von bitterem Ergebnis

Nach dem relativ sicheren Ausscheiden aus dem Schweriner Landtag hat FDP-Spitzenkandidat Jakob Schirmer (44) von einem bitteren Ergebnis für seine Partei gesprochen.

Seinen Angaben nach gebe es nichts zu beschönigen. Dennoch wolle er nach vorne schauen und eine neue Strategie sowie ein neues Team aufstellen.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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