MV-Wahl live: Reicht es trotz AfD-Sieg für Rot-Rot-Grün? Wahlbeteiligung stark gestiegen

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Auch nach der vierten Hochrechnung bleibt die AfD Wahlsieger, landet vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52). Eine Rot-Rot-Grün-Regierung wäre nach derzeitigen Rechnungen möglich.

Leif-Erik Holm (AfD, r.), Ministerpräsidentenkandidat der AfD, und Tino Chrupalla (vorne l.), AfD-Bundesvorsitzender, feiern auf der Wahlparty ihrer Partei.  © Markus Scholz/dpa

Laut der vierten Hochrechnung sieht es wie folgt aus:

  • AfD: 37,9 Prozent
  • SPD: 35,7 Prozent
  • CDU: 5 Prozent
  • Linke: 6,7 Prozent
  • Grüne: 5,4 Prozent
  • FDP: 1 Prozent
  • BSW: 4,9 Prozent

In unserem Liveticker zur Mecklenburg-Vorpommern-Wahl findet Ihr jederzeit alle wichtigen Informationen im Überblick.

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20. September, 21.22 Uhr: 86 Prozent der Stimmen ausgezählt

Laut dem Landeswahlleiter Christian Boden sind bereits 86 Prozent Stimmen in Mecklenburg-Vorpommern ausgezählt. "Auf die 14 Prozent kann es aber noch ankommen.

Insofern müssen wir jetzt auch abwarten, bis wir alle Ergebnisse dann haben", so Boden zu dpa gegen 20.45 Uhr in Schwerin.

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20. September, 21.10 Uhr: Forschungsgruppe beschreibt Schwesig als "Erfolgsfaktor"

Die SPD verdankt ihr gutes Abschneiden nach einer Analyse vor allem ihrer Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52). "Maßgeblichen Anteil am SPD-Ergebnis hat zunächst die Spitzenkandidatin", schreibt die Forschungsgruppe Wahlen. Die Gruppe beschreibt Schwesig zudem als "Erfolgsfaktor".

Auch die kritische Distanz zur Bundesregierung durch Schwesig sei für die SPD in MV hilfreich gewesen. Die AfD habe laut Analyse damit gepunktet, dass sie als "kompetent" wahrgenommen worden sei, ähnlich wie vor zwei Wochen in Sachsen-Anhalt. Die CDU bleibe "durchweg schwach".

Wenn sich die Wählerinnen und Wähler zwischen Schwesig und AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm entscheiden müssten, wünsche sich eine große Mehrheit nach Angaben der Analysegruppe, dass die SPD-Frau wieder Ministerpräsidentin wird.

Die Forschungsgruppe Wahlen beschreibt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer Analyse als "Erfolgsfaktor".  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

20. September, 20.55 Uhr: Höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren

Nach Angaben des NDR lag die Wahlbeteiligung bei 78 bis 79 Prozent - ein deutlicher Anstieg.

Im Jahr 2021 lag die Beteiligung bei 70,8 Prozent.

20. September, 20.48 Uhr: Oldenburg sieht Wahltag als "schlechten Tag für uns Linke"

Die Spitzenkandidatin der Linken, Simone Oldenburg (57), erklärt das Abschneiden ihrer Partei mit der starken Zuspitzung des Wahlkampfes auf SPD und AfD. "Ich glaube, dass wir durch den polarisierenden Wahlkampf Federn gelassen haben", so Oldenburg im NDR.

Das Wahlergebnis spiegle ihrer Ansicht nach nicht die Arbeit der letzten Jahre wider. "Das ist schon ein schlechter Tag für uns als Linke." Nach den vierten Hochrechnungen liegt Die Linke aktuell bei 6,7 Prozent.

20. September, 20.30 Uhr: Grüne in Schleswig-Holstein wollen Misstrauensvotum gegen Merz

Auch außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits Reaktionen auf die vorläufigen Ergebnisse.

Die Grünen in Schleswig-Holstein sehen nach den ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin "ein weiteres Misstrauensvotum an die Bundesregierung und vor allem an die Kanzlerpartei". "Die Unzufriedenheit ist mit Händen zu greifen", teilte die Grünen-Spitzenkandidatin Aminata Touré (33) mit.

So warf die 33-Jährige dem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dessen Rede am Wahlabend vor, den "den Kontakt zu den Menschen völlig verloren" zu haben. Nach aktuellen Hochrechnungen kommt die CDU in MV auf 5 Prozent.

Aminata Touré (33, Bündnis90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Jugend und Familie in Schleswig-Holstein, spricht sich für ein Misstrauensvotum gegen Merz aus. (Archivfoto)  © Markus Scholz/dpa

20. September, 20.10 Uhr: Ukraine-Haltung kostete SPD aus Sicht von Schwesig Stimmen

Nach den ersten Hochrechnungen äußern sich Leif-Erik Holm (AfD) und Manuela Schwesig (SPD) am Sonntagabend bei der "Tagesschau".

"Wir haben 45.000 Wähler von der SPD geholt und vor allem auch Nicht-Wähler - was auch ein Verdienst der Demokratie ist, dass wir diese hohe Wahlbeteiligung haben", so Holm.

Nach Ansicht von Schwesig gebe es mehrere Gründe, weshalb die SPD zahlreiche Wähler an die AfD verloren habe: Von einer "Denkzettelwahl Richtung Bundeskanzler und der gesamten Regierung" ist die Rede. "Und die AfD vertritt zwei Positionen, die in unserem Bundesland sehr populär sind, die wir nicht vertreten. Das ist einmal die Unterstützung der Ukraine aufzuhören damit und Nord-Stream aufzumachen. Aber ich war nicht bereit dafür zu wackeln."

20. September, 19.50 Uhr: BSW möglicherweise "Zünglein an der Waage"

Das BSW hofft auf einen Einzug in das Parlament. Nach der vierten Hochrechnung lag die Partei bei 4,9 Prozent. "Wir sind ganz zuversichtlich, dass wir in den Landtag einziehen werden", so BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel (60) in der ARD. "Wir sind wahrscheinlich auch hier in Mecklenburg-Vorpommern ein Zünglein an der Waage, möglicherweise."

Da das Bündnis nun nach aktuellem Stand knapp unter der 5-Prozent-Hürde liegt, wäre eine Koalition aus SPD, Linke und Grüne derzeit möglich.

BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel (60) hofft auf den Einzug ins Parlament.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

20. September, 19.43 Uhr: FDP-Landeschef will nicht mehr für Spitzenamt antreten

Nach der Wahlschlappe für seine Partei will FDP-Landeschef René Domke (54) nicht erneut für ein Parteiamt kandidieren.

Er stehe nicht mehr zur Verfügung, so Domke in Schwerin. "Ich übernehme die persönliche Verantwortung." Spitzenkandidat war der Vize-Bürgermeister der Hansestadt Wismar nicht.

FDP-Landeschef René Domke (54) möchte nicht mehr für Spitzenamt antreten. (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa

20. September, 19.34 Uhr: CDU-Landeschef schließt Koalition mit AfD oder Linken aus

CDU-Landeschef Daniel Peters (45) hat eine Koalition mit der AfD, aber auch mit der Linken ausgeschlossen.

"Ich habe vor der Wahl gesagt, mit wem wir zusammenarbeiten würden und mit wem nicht und dabei bleibt es auch: Wir würden nicht mit der AfD koalieren, keinesfalls, auch nicht mit den Linken, weil die politischen Ränder dieses Land ins Abseits führen würden", so der Spitzenkandidat.

CDU-Landeschef Daniel Peters (45) schließt eine Koalition mit AfD oder Linke nach den Ergebnissen der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern aus.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

20. September, 19.21 Uhr: BSW schließt Koalition mit AfD aus

BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel (60) hat in der ARD eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Eine Zusammenarbeit sei aber denkbar.

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