Neuwahl statt Stichwahl: Wahlsieger will nicht antreten

Von Irena Güttel

Hiltpoltstein - Für die Menschen im oberfränkischen Hiltpoltstein ist nach der Kommunalwahl wieder vor der Wahl: Statt einen neuen Bürgermeister bei der Stichwahl zu bestimmen, müssen sie nun komplett neu wählen.

Statt einer Stichwahl müssen sich die Menschen im oberfränkischen Hiltpoltstein auf Neuwahlen einrichten.
Statt einer Stichwahl müssen sich die Menschen im oberfränkischen Hiltpoltstein auf Neuwahlen einrichten.  © Sven Hoppe/dpa

Einer der beiden Kandidaten habe erklärt, nicht für die Stichwahl antreten zu wollen, teilte das Landratsamt Forchheim auf Nachfrage mit.

"Dieser Verzicht ist möglich. Das Gesetz sieht dann eine Neuwahl in der Regel innerhalb von drei Monaten vor."

Die Amtsgeschäfte führt bis dahin nach Angaben des Landratsamts der in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates gewählte zweite Bürgermeister.

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Für die Bürgermeisterwahl in dem Dorf im Landkreis Forchheim hatte es keine Wahlvorschläge gegeben, die Wahlberechtigten konnten stattdessen eigene Vorschläge auf den Wahlzettel schreiben.

Die meisten Stimmen bekamen nach Medienberichten Matthias Witschel mit 38,5 Prozent und der bisherige zweite Bürgermeister Georg Potzner (CSU) mit 24,1 Prozent. 

Witschel allerdings will an der Stichwahl nicht teilnehmen: "Ich bin sehr positiv überrascht, dass so viele Menschen mich gewählt haben, aber ich habe von Anfang an gesagt, dass ich, wenn es zur Stichwahl kommt, an dieser nicht teilnehmen möchte", sagte er dem "Fränkischen Tag".

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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