Mainz - Nach den beiden Landtagswahlen im März lassen sich im Bund ähnliche Tendenzen ausmachen wie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Vor allem die Krise der SPD wird immer deutlicher.
Wäre am kommenden Sonntag bereits die nächste Bundestagswahl, so kämen die Sozialdemokraten laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer nur noch auf 13 Prozent - ein Tiefstwert für die Regierungspartei! Bei der letzten Umfrage Ende Februar waren es noch zwei Prozentpunkte mehr.
Dagegen legt die AfD um zwei Prozentpunkte zu zieht mit 26 Prozent mit CDU/CSU (unverändert) gleich. Sogar um drei Punkte verbessern sich die Grünen, die jetzt mit 15 Prozent an der SPD vorbeiziehen können. Die Linke verliert leicht (minus 1) und liegt jetzt bei 10 Prozent.
Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 10 Prozent (minus 2), wobei keine - auch nicht die FDP oder das BSW - mindestens drei Prozent erreichen würde. Bei einem solchen Ergebnis hätte die schwarz-rote Regierung keine parlamentarische Mehrheit.
Kann Führungsduo die SPD aus der Krise führen?
Dabei trauen nur noch wenige der für das Politbarometer befragten Wahlberechtigten der aktuellen SPD-Führung zu, die Krise der Partei zu bewältigen. Dass Lars Klingbeil (48) und Bärbel Bas (57) das Ruder herumreißen können, glauben gerade mal 17 Prozent, während dies 75 Prozent bezweifeln (Der Rest zu 100 Prozent antwortete hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht").
Selbst innerhalb der Anhängerschaft der Sozialdemokraten sieht man das Führungsduo sehr kritisch. Nur noch 29 Prozent setzen auf Klingbeil und Bas, während eine Mehrheit von 56 Prozent es den beiden nicht mehr zutraut, das Blatt zu wenden.
Die Umfrage für das ZDF-Politbarometer wurde wie üblich von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt, die 1206 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in der Zeit vom 24. bis zum 26. März telefonisch und online befragte.