Berlin/Reykjavik - Bundesaußenminister Johann Wadephul (62, CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (47, SPD) sind am Sonntag in die USA gereist. Jeder flog dabei in einem separaten Flugzeug.
Am Flughafen in Reykjavik kam es am Sonntagabend zu einer Begegnung unter Bekannten: Sowohl der Flieger von Wadephul als auch die Maschine von Klingbeil waren im Zuge ihrer Auslandsreise in Island zwischengelandet.
Während Wadephul in einem Airbus A321 landete, um sich vor seiner Weiterreise nach Washington mit seiner isländischen Amtskollegin über Sicherheitsfragen in der Arktis auszutauschen, hielt Klingbeils A319 nur zum Tanken an.
Stellt sich die Frage: Warum sind die beiden Minister nicht gemeinsam in einem Flugzeug geflogen?
"Bei Reisen wird stets geprüft, ob diese gemeinsam durchgeführt werden können. Die aktuellen Reisen von Außenminister Wadephul und Vizekanzler Klingbeil ließen sich aufgrund des unterschiedlichen Programmablaufes nicht zusammenlegen", erklärte das Auswärtige Amt. Wadephul reist demnach anschließend noch weiter nach New York.
Die beiden deutschen Minister fliegen dabei aus unterschiedlichen Gründen in die USA. Wadephul diskutiert mit US-Außenminister Marco Rubio (54) über die Lage des NATO-Bündnisses und wohl auch über den Konflikt um Grönland. Klingbeil spricht mit den Finanzministern der G7-Staaten über den Zugang zu kritischen Rohstoffen.