Putin sucht Nähe zu islamistischen Terroristen

Duschanbe (Tadschikistan) - Vor dem Hintergrund der katastrophalen Beziehungen Russlands zum Westen hat der Kreml sein Interesse an einer Verbesserung des Verhältnisses zu den militant-islamistischen Taliban in Afghanistan betont.

2021 haben die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen.
2021 haben die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen.  © Abdul Khaliq/AP/dpa

"Wir tun alles dafür, dass sich die Situation in dem Land normalisiert und versuchen, Beziehungen zu den politischen Kräften aufzubauen, die die Lage kontrollieren", sagte Russlands Präsident, Wladimir Putin (69), am Dienstag bei einem Besuch in der an Afghanistan grenzenden Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Seit dem Sommer 2021 herrschen die Taliban in Afghanistan. International wird das Regime nicht anerkannt - auch in Russland gelten die Taliban offiziell als islamistische Terrororganisation.

Allerdings war schon auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg eine Taliban-Delegation anwesend.

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In Tadschikistan ist Putin auf seiner ersten Auslandsreise seit dem von Russland Ende Februar begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Er wolle sich ein Bild von der Lage in Zentralasien machen, sagte Putin beim Gespräch mit dem autoritären tadschikischen Präsidenten, Emomali Rachmon (69).

Der russische Präsident, Wladimir Putin (69), will die Beziehungen zu den Taliban in Afghanistan verbessern.
Der russische Präsident, Wladimir Putin (69), will die Beziehungen zu den Taliban in Afghanistan verbessern.  © Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Er sprach von einer "gemeinsamen Verantwortung" für die Stabilität in der Region. Russland unterhält in Tadschikistan eine Militärbasis. Am Mittwoch will Putin in das ebenfalls zentralasiatische und einst sowjetische Land Turkmenistan reisen.

Titelfoto: Montage: Abdul Khaliq/AP/dpa, Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

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