Angela Merkel erkennt sich selbst in kollabiertem Bayern-Trainer Kompany
München - Angela Merkel (72) fühlt mit Vincent Kompany (40)! Vor wenigen Tagen kollabierte der Coach des FC Bayern München und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Jetzt hat ihm sogar die ehemalige Bundeskanzlerin beste Genesungswünsche gesendet - und Parallelen zwischen ihrem früheren Job und dem des Fußballtrainers gezogen.
"Erstmal hat es mir unheimlich leidgetan und ich wünsche ihm auch schnellste Besserung und ein Umfeld, wo er sich Zeit nehmen kann", sagte die 72-Jährige im Gespräch mit Johannes B. Kerner (61) bei MagentaTV.
Der Bayern-Trainer war bei einem U23-Spiel zusammengebrochen, später stellten die Ärzte in der Klinik eine Hirnhautreizung fest. Am Mittwoch konnte Kompany das Krankenhaus zwar wieder verlassen, bis auf Weiteres wird er beim Rekordmeister aber von seinem Assistenten Aaron Danks (43) vertreten. Warnzeichen soll es beim Belgier schon vor dem Kollaps gegeben haben.
Das frühere Staatsoberhaupt könne sich in die Situation hineinversetzen. "So ist das ja auch bei mir gewesen, als ich damals 2019 bei den militärischen Ehren so gezittert habe, weil sich auch Spannung entladen hat", erklärte Merkel.
"Wahrscheinlich durch den Tod meiner Mutter oder weil ich wusste, ich werde aufhören. Da setzt der Körper dann da, wo man es mit dem Verstand nicht mehr in den Griff kriegt, ein Zeichen", fügte sie an. "Und das ist ja menschlich etwas sehr, sehr Gutes."
Angela Merkel schätzt die Arbeit von Bayern-Trainer Vincent Kompany
Natürlich könne man sich als Bundeskanzlerin nicht einfach komplett ausklinken. Und auch Kompany sei nun ja nicht freiwillig zu Hause geblieben. "Es musste erst ein Ereignis eintreten, wo der Körper dann auch gesagt hat: Stopp!", merkte Merkel an.
Selbst gestand der FCB-Coach schon vor seinem Zusammenbruch, dass er bei seiner vorherigen Virusinfektion nicht auf seinen Körper gehört habe. Genau das sei laut der langjährigen Politikerin aber wichtig.
"Ich habe dann gesagt, ich mach’ militärische Ehren nur noch im Sitzen", so die gebürtige Hamburgerin.
Doch nicht nur die Gemeinsamkeiten in der Belastung eint das Duo: "Ich schätze die Arbeit von Vincent Kompany unglaublich. Auch seine klare Haltung, was Diskriminierung und vieles anbelangt. Aber auch, dass er den Spielern Freude macht", sagte Merkel.
Und sie ließ noch ein ganz besonderes Lob folgen: Hätte es Merkel in einem anderen Leben zur Fußballerin gebracht, dann würde sie sich einen Trainer wie Kompany wünschen.
Titelfoto: Bildmontage: Henning Kaiser/dpa, Tom Weller/dpa

