Redeverbot scheitert: Höcke tritt auf, 3500 Menschen protestieren
Von Kathrin Zeilmann, Christian Rüdiger
Lindenberg im Allgäu - Im Allgäu haben nach Polizeiangaben etwa 3500 Menschen gegen einen Wahlkampf-Auftritt von Björn Höcke (53, AfD) demonstriert.
Thüringens AfD-Fraktionschef trat beim AfD-Kommunalwahlkampf in Lindenberg (Landkreis Lindau) im stadteigenen Löwensaal auf, dorthin kamen laut Polizei etwa 600 Menschen.
Außerdem gab es etwa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer weiteren Demo, die nach Worten einer Polizeisprecherin dem "rechten Spektrum" zuzuordnen war.
Die Stadt Lindenberg hatte versucht, juristisch gegen die Höcke-Rede vorzugehen, und sich auf die bayerische Gemeindeordnung berufen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) jedoch sah keinen Grund für ein Redeverbot für den Thüringer AfD-Chef.
Höcke selbst ließ sich von dem zunächst drohenden Redeverbot nicht beirren und schrieb auf seinem Twitter-Profil: "Redeverbote für Oppositionspolitiker? Ihr macht mir Spaß. Na, dann komme ich doch erst recht!"
Titelfoto: Felix Kästle/dpa