Pistorius nach Erdbeben in Venezuela erschüttert: So will die Bundeswehr helfen
Berlin/Caracas - Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) Unterstützung durch die Bundeswehr angeboten.
"Die Nachricht von den vielen Tausenden Toten in Venezuela hat mich tief erschüttert. Die beiden Erdbeben sollen mit die schwersten des laufenden Jahres gewesen sein. Jetzt gilt es, schnell Hilfe zu leisten", erklärte Pistorius am Donnerstagmorgen.
Sollte Venezuela Hilfe aus Deutschland anfordern, könne die Bundeswehr kurzfristig sechs Transportflugzeuge bereitstellen.
"Damit können wir zum Beispiel Personal und Material des Technischen Hilfswerks THW nach Venezuela bringen, aber auch Transportflüge innerhalb Venezuelas ermöglichen. Selbstverständlich bieten wir diese Transportflüge auch unseren Partnern vor Ort an", so der Verteidigungsminister.
Das südamerikanische Land wurde am Mittwochabend binnen weniger Sekunden von zwei schweren Erdbeben heimgesucht. Das erste erreichte eine Stärke von 7,2 auf der Richterskala, das zweite gar 7,5.
Neben großer Verwüstung wurden bislang 32 Todesopfer und 700 Verletzte bestätigt, doch unter den Trümmern werden weitaus mehr Tote vermutet. Die US-Geologiebehörde (USGS) geht mit einer großen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass insgesamt zwischen 10.000 und 100.000 Menschen ums Leben gekommen sind.
Pistorius bedankte sich abschließend bereits im Voraus bei allen Soldaten, die sich auf einen möglichen Einsatz in Venezuela vorbereiten und betonte: "Auf die Bundeswehr ist Verlass." Zuvor hatten auch andere Länder bereits ihre Unterstützung angeboten.
Titelfoto: Bildmontage: Javier Campos/AP/dpa, Kay Nietfeld/dpa