Washington (USA) - Dieser Auftritt von Melania Trump (55) sorgt seit Donnerstag bei Politik-Experten wie Laien für Rätselraten. Allgemeiner Tenor: Was genau sollte das?
Die First Lady ließ sich scheinbar ohne jede Not in einer Pressekonferenz über den Epstein-Skandal aus. So stellte Donald Trumps (79) Gattin klar: "Die Lügen, die mich mit dem schmachvollen Jeffrey Epstein verbinden, müssen heute ein Ende finden."
Sie sei nie mit Epstein befreundet gewesen. "Donald und ich wurden von Zeit zu Zeit zu denselben Partys wie Epstein eingeladen, da sich gesellschaftliche Kreise in New York City und Palm Beach häufig überschneiden", erklärte sie.
Warum das alles? Das wollte die Presse natürlich auch vom US-Präsidenten wissen. Der wurde von einer entsprechenden Frage allerdings kalt erwischt.
In einem Telefongespräch mit MS Now soll Trump zugegeben haben, von dem Auftritt seiner Gattin "nichts gewusst" zu haben, berichtet Reuters.
Zumindest das dürfte in diesem seltsamen Fall Sinn ergeben.
Experten haben Vermutung
Das Weiße Haus unternimmt nämlich seit Monaten alles, um die Epstein-Affäre kleinzuhalten. Melania Trump handelte am Donnerstag jedoch völlig entgegen dieser Linie.
Sie forderte den Kongress sogar auf, Epsteins Opfer unter Eid aussagen zu lassen. "Jede einzelne Frau sollte auf Wunsch die Gelegenheit bekommen, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen", so die 55-Jährige.
All das dürfte ihrem Gatten überhaupt nicht passen. Das würde auch seinen abrupten Abbruch des MS-Now-Telefonats erklären. Bleibt die Frage, was Melania Trump zu dem Pressestatement, bei dem keine Fragen zugelassen waren, bewogen hat.
Mehrere Politikexperten können darüber nur spekulieren. Ihre Deutungen ähneln sich allerdings. Sie vermuten, dass eine neue "Epstein-Lawine" im Anmarsch sein könnte, der die First Lady zuvorkommen wollte.
Sollte dem nicht so sein, dürfte diese Pressekonferenz als einer der seltsamsten Auftritte Melania Trumps in Erinnerung bleiben.