Als er Oralsex wollte, habe sie ihn gebissen: Zeugin erklärt, von Trump missbraucht worden zu sein

Washington, D.C. (USA) - Das US-Justizministerium hat weitere FBI-Dokumente der Epstein-Akten veröffentlicht, in denen unter anderem US-Präsident Donald Trump (79) genannt wird. Die am Donnerstag (Ortszeit) vom Justizministerium veröffentlichten Akten enthalten FBI-Vernehmungsprotokolle einer Zeugin, die angibt, im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) als auch von Trump missbraucht worden zu sein.

US-Präsident Donald Trump (79) dürfte über die erneuten Vorwürfe nicht gerade glücklich sein.
US-Präsident Donald Trump (79) dürfte über die erneuten Vorwürfe nicht gerade glücklich sein.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Die Dokumente seien fälschlicherweise als Dubletten gekennzeichnet gewesen und darum erst jetzt veröffentlicht worden, erklärte das Justizministerium.

Laut eines FBI-Ermittlungsprotokolls erklärte die Zeugin, Epstein habe sie "entweder nach New York oder New Jersey" mitgenommen und ihr Trump vorgestellt. Sie habe Trump gebissen, als dieser versucht habe, sie zu Oralsex zu zwingen.

Über Jahre hinweg hätten sie sowie ihr nahestehende Personen Drohanrufe erhalten, damit sie zu den Vorfällen schweige.

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Trump hatte sich im vergangenen Jahr monatelang gegen die Veröffentlichung der Epstein-Akten gewehrt, bevor der Kongress auch mit den Stimmen seiner Republikaner deren Freigabe erzwang.

US-Demokraten werfen Trump-Regierung vor, Details der Epstein-Ermittlungen zu vertuschen

Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als 1000 Minderjährige und junge Frauen missbraucht, die Opfer teilweise sogar an Prominente vermittelt haben.
Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als 1000 Minderjährige und junge Frauen missbraucht, die Opfer teilweise sogar an Prominente vermittelt haben.  © Jon Elswick/AP/dpa

Bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen eine enge Beziehung zwischen Epstein und Trump nahe. Bislang wurde dem US-Präsidenten allerdings kein Fehlverhalten nachgewiesen. Trump hatte erklärt, bereits vor Epsteins Verurteilung wegen sexualisierter Gewalt in einem Prozess in Florida im Jahr 2008 mit ihm gebrochen zu haben.

Die US-Demokraten haben der Trump-Regierung vorgeworfen, Details der Epstein-Ermittlungen zu vertuschen. Am Mittwoch beschloss ein Ausschuss des Repräsentantenhauses, Justizministerin Pam Bondi (60) vorzuladen, um Fragen zum Umgang mit den Epstein-Akten durch das Ministerium zu beantworten.

Titelfoto: Montage: Jacquelyn Martin/AP/dpa, Jon Elswick/AP/dpa

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