Erste deutsche Bundespräsidentin: Wird SIE Steinmeiers Nachfolgerin?

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Deutschland - In der schwarz-roten Bundesregierung wächst der Zeitdruck bei der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Dabei sind auch mehrere Frauen im Gespräch.

Ilse Aigner (61, CSU) könnte Deutschlands erste Bundespräsidentin werden.
Ilse Aigner (61, CSU) könnte Deutschlands erste Bundespräsidentin werden.  © Peter Kneffel/dpa

Der CSU-Vizevorsitzende Manfred Weber (54) fordert eine Einigung innerhalb der kommenden vier Wochen - möglichst noch vor dem CSU-Parteitag Ende Oktober in München.

"Es bedarf jetzt keiner langen Auseinandersetzung, sondern eines klaren Signals", sagte Weber der dpa. Zugleich sprach er sich für Ilse Aigner (61), Präsidentin des Bayerischen Landtags und frühere Bundeslandwirtschaftsministerin, aus. Aigner bringe die politische Erfahrung und die Fähigkeit mit, die Deutschland brauche, um Menschen zusammenzuführen, so Weber.

Die Wahl des neuen Staatsoberhauptes ist für den 30. Januar 2027 angesetzt. Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier (70) scheidet nach zwei Amtszeiten im März 2027 aus und kann nicht erneut antreten.

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Neben Aigner werden unter anderem Bildungsministerin Karin Prien (61), Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53) und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) als mögliche Kandidatinnen gehandelt. Berichten zufolge gilt auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (54) als möglicher Bewerber.

Eine Wahl von Aigner oder einer anderen Frau würde ein Novum bedeuten: Deutschland hatte bislang noch keine Bundespräsidentin.

Frank-Walter Steinmeier (70) ist nur noch bis März 2027 Bundespräsident.
Frank-Walter Steinmeier (70) ist nur noch bis März 2027 Bundespräsident.  © Marijan Murat/dpa

Bundesversammlung entscheidet über Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier

Gewählt wird das Staatsoberhaupt von der Bundesversammlung, die sich aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Zahl von Vertretern der Länder zusammensetzt.

Da CDU/CSU und SPD dort voraussichtlich über eine Mehrheit verfügen, kommt einer gemeinsamen Entscheidung der Koalitionsparteien bei der Kandidatensuche besondere Bedeutung zu.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa, Peter Kneffel/dpa

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