Keine Lust auf Merz: Noch-Verkehrsminister erteilt Kanzler eine Abfuhr

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Berlin - Dicke Luft nach Rauswurf! Der Noch-Verkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU) will den Kanzler offenbar nicht mehr sehen und erteilt ihm eine Abfuhr.

Der scheidende Verkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU) geht auf Distanz zum Kanzler.
Der scheidende Verkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU) geht auf Distanz zum Kanzler.  © Soeren Stache/dpa

So hat der 58-Jährige seine Teilnahme an der Kabinettssitzung am Mittwochmorgen abgesagt, wie BILD erfuhr. Demnach lässt er sich von seinem Staatsminister Ulrich Lange (57, CSU) vertreten, um Friedrich Merz (70, CDU) nicht mehr begegnen zu müssen.

Schnieder wird um 13 Uhr offiziell die Schlüssel an seinen Nachfolger Steffen Bilger (47, CDU) übergeben. Ebenfalls ist für Mittwoch die Überreichung der Entlassungsurkunde durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) geplant.

Dem Bericht zufolge hatten sich Schnieder und Bilger bereits am Dienstagabend im Verkehrsministerium getroffen, um die Details der Übergabe zu klären. Bis dahin habe der scheidende Minister noch letzte Post bearbeitet und Mitarbeiter-Gespräche geführt.

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Auch sei der Politiker bis zuletzt auf allen notwendigen Terminen erschienen.

Merz hatte Schnieder in dessen Island-Urlaub den Rauswurf mitgeteilt. Eigentlich sollte Fritz Güntzler (60, CDU) als Verkehrsminister übernehmen, der erst zu-, dann jedoch absagte, sodass der Regierungschef plötzlich ohne Kandidat dastand. Gedemütigt bat Schnieder am Sonntag öffentlich um seine Entlassung, um den "unwürdigen Zustand" zu beenden.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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