Baby-Glück wird zur Debatte: Spahn wegen Leihmutterschaft heftig kritisiert

Berlin - Jens Spahn (45) und sein Ehemann Daniel Funke sind Eltern geworden. Doch weil ihr Kind von einer Leihmutter geboren wurde, steht der CDU-Politiker nun in der Kritik, denn Leihmutterschaften sind in Deutschland verboten.

Am Mittwoch gaben Jens Spahn (45, r.) und sein Ehemann Daniel Funke bekannt, dass sie einen Sohn durch eine Leihmutter bekommen haben.  © Instagram/daniel_f_punkt

"Für mich persönlich wäre es nicht der richtige Weg", sagte CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers (46) gegenüber dem Tagesspiegel.

Er sehe das ethische Spannungsfeld, in dem sich dieses Thema und die Frage nach der Legalisierung der Leihmutterschaft bewegten. Dennoch betont er: "Ich glaube, wir Männer sind die Falschen, um diese Frage zu beantworten."

Die Vorsitzende der Frauen-Union in Thüringen, Marion Rosin (57), fordert sogar den Rücktritt Spahns. Wer das Verbot durch eine Auslandslösung umgehe, setze sich über den Geist des Gesetzes hinweg, sagte sie der Funke-Mediengruppe.

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Auch Alice Schwarzer (83) griff Spahn scharf an. "Menschen sind keine Ware. Käuflich sollte weder eine Frau als Gebärmaschine sein noch ein für Geld produziertes Kaufkind", erklärte sie gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

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In Deutschland ist Leihmutterschaft gesetzlich verboten. Strafbar machen sich dabei Ärzte und Vermittler. Wer jedoch im Ausland – etwa in den USA – mithilfe einer Leihmutter ein Kind bekommt, darf dieses in Deutschland aufziehen. Allerdings ist das teuer: Je nach Land können dafür Kosten von deutlich mehr als 100.000 Euro anfallen.

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