Nach Spahns Rücktritt: So unterschiedlich fallen die Reaktionen anderer Politiker aus

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Von Corinna Schwanhold

Berlin - In einem Schreiben an die Abgeordneten der Unionsfraktion hat Jens Spahn (46, CDU) seinen Rücktritt als Vorsitzender bekannt gegeben. Die Einschätzungen dazu fallen unterschiedlich aus - ein Überblick.

Die Liste der Politiker, die sich zu Spahns (46, r.) Rücktritt äußern, wird immer länger. Unter ihnen befinden sich Katharina Dröge (41, Grüne), Wolfgang Kubicki (74, FDP, oben) oder auch Matthias Miersch (57, SPD).
Die Liste der Politiker, die sich zu Spahns (46, r.) Rücktritt äußern, wird immer länger. Unter ihnen befinden sich Katharina Dröge (41, Grüne), Wolfgang Kubicki (74, FDP, oben) oder auch Matthias Miersch (57, SPD).  © Bildmontage: Bernd von Jutrczenka/dpa, Oliver Berg/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa, Kay Nietfeld/dpa

Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz (70): "Die Entscheidung ist richtig und war unvermeidlich. Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut. Ich danke Jens Spahn für die Zusammenarbeit."

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch (57): "Als Mensch kann ich erahnen, was die letzten Stunden für Jens Spahn und seine Familie bedeutet haben. Ich wünsche Jens Spahn und seiner Familie für die Zeit nach dem Amt alles Gute und viel Kraft."

Der Linken-Fraktionsvorsitzende Sören Pellmann (49): "Wer politische Verantwortung trägt, muss sich an den Maßstäben messen lassen, die er selbst für andere einfordert. Genau daran ist Jens Spahn gescheitert."

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Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann (64) und Katharina Dröge (41): "Hier ging es nicht allein um eine persönliche Entscheidung, die im Widerspruch zur Beschlusslage seiner Partei stand. Vielmehr haben all die Skandale, Fehlentscheidungen und Führungsschwächen im Amt letztlich zu diesem Punkt geführt."

Alice Weidel ätzt gegen Spahn

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel (47) findet erwartungsgemäß keine netten Worte zu Jens Spahn.
Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel (47) findet erwartungsgemäß keine netten Worte zu Jens Spahn.  © Sebastian Kahnert/dpa

Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki (74) in der Rheinischen Post: "Schade, dass Jens Spahn nicht erklärt hat, aufgrund eigener Erfahrungen seine Haltung zur Leihmutterschaft geändert zu haben."

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel (47) sieht indes die Glaubwürdigkeit Spahns zerstört. Dessen Rückzug sei überfällig gewesen, schrieb Weidel bei X.

Mit Blick auf Spahns Zeit als Gesundheitsminister in der Corona-Pandemie schrieb sie, schon seine Verantwortung für die Maskendeals und eine "undurchsichtige Finanzierung seiner Luxusvilla" hätten Spahn als Fraktionschef untragbar gemacht.

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"Dass er nun ein Gesetz unterläuft, für das er selbst gestimmt hat, hat seine Glaubwürdigkeit endgültig zerstört."

Titelfoto: Bildmontage: Bernd von Jutrczenka/dpa, Oliver Berg/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa, Kay Nietfeld/dpa

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