Von Marco Hadem
München/Houston - Raumfahrt, Wissenschaft, Cowboys: Fast 25 Jahre nach Edmund Stoiber reist mit Markus Söder (59) erstmals wieder ein bayerischer Ministerpräsident in die USA. Am Sonntag startet der CSU-Chef zu seiner Reise über den großen Teich.
Ziele sind die US-Bundesstaaten Texas und South Carolina - um die Hauptstadt Washington mit Präsident Donald Trump (79) macht Söder somit einen großen Bogen.
2002 hatte Stoiber, damals als Kanzlerkandidat der Union, unter anderem US-Präsident Georg W. Bush im Weißen Haus getroffen. In diesen Jahren undenkbar.
"Die Reise wird etwas Besonderes. Es ist die erste Reise eines bayerischen Ministerpräsidenten in die USA seit fast 25 Jahren", sagte Söder vor der Abreise der Deutschen Presse-Agentur in München.
Söder ist ein überzeugter Transatlantiker – in den vergangenen Jahren wurde aber auch seine Nähe zu den USA wegen Zollstreitigkeiten und Handelskonflikten wiederholt auf die Probe gestellt.
Zweimal war Söder nach eigener Aussage privat schon in den USA, "einmal in New York 2012 und einmal an der Westküste 2014". Nun folgt also die erste Dienstreise als Regierungschef.
Ziel: NASA-Kooperation für Raumfahrtachse von Bayern und Texas
"Wir wollen Allianzen zu Power-Regionen schließen. Texas und South Carolina sind zwei wirtschaftlich sehr starke Regionen in den USA. Die Reise folgt dem Motto: regional, technologisch, wirtschaftlich."
Neben viel Politik und Technologie geht es bei Söder-Reisen traditionell immer auch um Land und Leute.
Besuchstermine beim "NASA Mission Control Center" in Houston und auf einer Cowboy-Ranch sind keine echten Überraschungen.
"Die Raumfahrtachse Bayern-Texas wird ausgebaut", betonte Söder.
Zweite große Station der viertägigen Reise ist South Carolina – in Spartanburg ist das wichtigste und größte Auslandswerk von BMW.