Von Jan Christoph Freybott
Washington D.C. (USA) - In einer bemerkenswerten Presseerklärung hat die US-amerikanische First Lady Melania Trump (55) eine engere Beziehung zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) dementiert.
"Ich war nie mit Epstein befreundet", sagte sie auf einem eigens anberaumten Pressetermin im Weißen Haus. Auch sei sie nie auf seiner Privatinsel oder in einem seiner Flugzeuge gewesen. Von seinen Verbrechen habe sie nichts gewusst.
Was genau die First Lady zu dem Statement veranlasst hat, war zunächst unklar. Beobachter halten es für möglich, dass sie damit bevorstehenden Vorwürfen zuvorkommen wollte. Fragen von Journalisten beantwortete Melania nicht.
Die 55-Jährige nahm in ihrer Ansprache auch Bezug auf E-Mail-Verkehr mit Epsteins Gehilfin Ghislaine Maxwell. "Meine E-Mail-Antwort an Maxwell kann nicht als mehr als eine lockere Korrespondenz eingestuft werden", sagte Trumps Ehefrau, ohne Details zu nennen.
Die Demokraten aus einem Kongressausschuss hatten zuvor eine Mail aus dem Jahr 2002 veröffentlicht, die sich an "G!" richtete und von "Melania" unterschrieben wurde.
Sie wird als Beweis für einen Austausch zwischen Maxwell und der 55-Jährigen gewertet. Darin geht es unter anderem um ein mögliches Treffen in New York und einen Artikel über "JE". Absender und Empfänger wurden geschwärzt.
Donald Trump und seine Frau Melania wurden auf seine Partys eingeladen
"Die Lügen, die mich mit dem schmachvollen Jeffrey Epstein verbinden, müssen heute ein Ende finden", sagte Melania im Weißen Haus. Falsche Behauptungen zu einer engeren Verbindung zu Epstein hätten lediglich das Ziel, ihrem Ruf zu schaden. Gemeinsam mit ihren Anwälten werde sie dagegen vorgehen.
"Donald und ich wurden von Zeit zu Zeit zu denselben Partys wie Epstein eingeladen, da sich gesellschaftliche Kreise in New York City und Palm Beach häufig überschneiden." Eine echte Beziehung zu Epstein habe es aber nicht gegeben.
Trump sagte weiter, sie selbst sei kein Opfer von Epstein gewesen. Den Kongress forderte sie auf, Opfer des Sexualstraftäters unter Eid Aussagen zu lassen.
"Jede einzelne Frau sollte auf Wunsch die Gelegenheit bekommen, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen."