Mädchen-Leichen an "Zorro Ranch" vergraben? Ermittler durchsuchen Epstein-Anwesen

Albuquerque (New Mexico) - Rund sechs Jahre nach dem Tod des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wurde nun mit der Durchsuchung seines Anwesens inmitten der Wüste des US-Bundesstaats New Mexico begonnen. Dort könnten dunkle Geheimnisse begraben liegen.

Die "Zorro Ranch" liegt weit abseits der Zivilisation inmitten der Wüste von New Mexico.
Die "Zorro Ranch" liegt weit abseits der Zivilisation inmitten der Wüste von New Mexico.  © Uncredited/KRQE via AP/dpa

Seit Montagmorgen nehmen Ermittler das rund 30 Quadratkilometer große Gelände weit außerhalb der Großstadt Albuquerque genauer unter die Lupe, wie das US-Justizministerium mitteilte.

"Diese Suche ist Teil der strafrechtlichen Untersuchung, die das Justizministerium von New Mexico am 19. Februar zu Vorwürfen illegaler Aktivitäten auf Epsteins Ranch vor Epsteins Tod 2019 angekündigt hat", heißt es in der Mitteilung.

Die Ranch, die Epstein bereits im Jahr 1993 erworben hatte, soll dabei von zentraler Bedeutung für dessen Missbrauchsring gewesen sein.

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In den jüngst vom Justizministerium veröffentlichten Epstein-Files findet sich etwa eine bedrückende E-Mail eines angeblichen Ex-Angestellten, der für Epstein auf der "Zorro Ranch" gearbeitet haben soll (EFTA00067066).

Der anonymisierte Absender schrieb im November 2019 – knapp drei Monate nach dem Tod Epsteins – an den damaligen Bürgermeisterkandidaten von Albuquerque, Eddy Aragon, dass Epstein unweit der Ranch gemeinsam mit seiner heute inhaftierten Komplizin Ghislaine Maxwell (64) zwei "ausländische Mädchen" begraben haben soll. Die zwei Mädchen seien zuvor infolge von "hartem Fetisch-Sex" erwürgt worden.

"Zorro Ranch" im Schatten von Epstein-Insel: Neuer Besitzer ist Verbündeter von Donald Trump

Die "Zorro Ranch" soll für den Missbrauchsring von Jeffrey Epstein von zentraler Bedeutung gewesen sein.
Die "Zorro Ranch" soll für den Missbrauchsring von Jeffrey Epstein von zentraler Bedeutung gewesen sein.  © Savannah Peters/AP/dpa

Die angeblichen Leichen der zwei Mädchen sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Zeugenaussagen über Vergewaltigungen auf der Ranch sowie Hinweise auf fragwürdige Gen-Experimente befeuern die Theorien rund um die grausigen Machenschaften auf der "Zorro Ranch".

Ebenfalls brisant: Bereits kurz nach dem angeblichen Selbstmord von Epstein wurde eine Durchsuchung des Anwesens angeordnet – zu der es jedoch niemals kam. Bis jetzt.

Vielmehr im Fokus der Öffentlichkeit stand bisher die berüchtigte Epstein-Insel in der Karibik. Auch dort soll Epstein Minderjährige missbraucht und auch zum Missbrauch an hochrangige Prominente vermittelt haben.

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Seit 2023 hat die "Zorro Ranch" einen neuen Besitzer, der ihr einen neuen Namen gab und sie in ein christliches Zentrum umwandelte. Nachdem der Name des Käufers lange geheim geblieben war, berichtete das Lokalblatt "The New Mexican" Anfang dieses Jahres, dass der Unternehmer Don Huffines (67) das Anwesen gekauft hatte.

Huffines ist Mitglied der republikanischen Partei und gilt als Verbündeter von US-Präsident Donald Trump (79). Trump hatte Huffines im Februar noch im Wahlkampf für den Posten des Rechnungsprüfers im Bundesstaat Texas unterstützt und in einer Mitteilung als "MAGA-Krieger" angepriesen.

Titelfoto: Bildmontage: Uncredited/KRQE via AP/dpa, Savannah Peters/AP/dpa

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