Kretschmer überzeugt davon, dass CDU auch nach Sachsen-Anhalt-Wahl den MP stellt: Das ist der Grund
Dresden - Sachsens MP Michael Kretschmer (51, CDU) möchte bei den kommenden zwei Landtagswahlen seine Parteifreunde im Wahlkampf unterstützen. Dabei ist der Politiker davon überzeugt, dass Sven Schulze (46, CDU) der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt bleibt.
"Er hat durch seine Arbeit und durch sein Engagement gezeigt, wie kraftvoll er ist und dass er derjenige ist, der in Berlin Themen klären kann. Sven Schulze spricht die Dinge klar aus", begründet Kretschmer seine Zuversicht.
Dies werde am Ende für viele Wähler in Sachsen-Anhalt der entscheidende Punkt sein und bei der Landtagswahl honoriert werden, ist sich der Christdemokrat sicher.
Er hatte unlängst für Aufsehen gesorgt, als er die Arbeit seiner SPD-Amtskollegin Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern ausdrücklich lobte. "Ich wünsche mir sehr, dass die CDU eine starke Rolle in der nächsten Regierung hat", sagte der Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.
Es sei vielleicht ungewöhnlich, die SPD-Kollegin zu loben. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass sie zu den durchsetzungsstärksten Kolleginnen und Kollegen gehöre und viele Dinge erreicht habe, sagte Kretschmer.
"Aber man merkt dem Land an, dass es eine Dynamik, eine Veränderung braucht. Wenn ich mir das Wahlprogramm der Union etwa beim Thema Bildungspolitik und ländlicher Raum anschaue, dann sage ich: Gott sei Dank, da ist wirklich ein frischer Geist", so der 51-Jährige.
Michael Kretschmer über Wahlkampf-Hilfe: "Bisschen wie Urlaub"
Kretschmer räumte augenzwinkernd ein, dass er den Wahlkampf in anderen Ländern auch aus anderen Gründen schätzt: "Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern ist keine Belastung, sondern ein bisschen wie Urlaub."
Ein Besuch in Sachsen-Anhalt lohne schon deshalb, weil in Salzwedel Baumkuchen gebacken werde.
"Ich bin ein großer Baumkuchen-Fan. Den besten Baumkuchen gibt wohl in meiner Heimat Oberlausitz. Aber ich teste gern zum Vergleich die anderen", sagt der sächsische Landeschef.
Titelfoto: Robert Michael/dpa
