Wagenknecht bald Ministerpräsidentin in Thüringen? BSW-Politiker nennt Höckes Vorschlag billigen "PR-Gag"

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Von Stefan Hantzschmann

Erfurt - BSW-Vorstandsmitglied Klaus Ernst (71) weist die Idee von Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke (54) zurück, BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht (57) zur Ministerpräsidentin im Freistaat zu machen.

Wird Sahra Wagenknecht (57, BSW) hat Björn Höcke eine Abfuhr erteilt.
Wird Sahra Wagenknecht (57, BSW) hat Björn Höcke eine Abfuhr erteilt.  © Christoph Soeder/dpa

"Das ist absoluter Quatsch, ein billiger PR-Gag Höckes", teilte Ernst der "Augsburger Allgemeinen" mit.

"Seit unserer Gründung haben wir eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, insbesondere eine gemeinsame Regierung." Er nannte die AfD eine "in Teilen faschistische und rechtsradikale Partei".

Höcke hatte Wagenknecht aufgefordert, sich von AfD und BSW im Erfurter Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. "Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen", sagte Höcke, der auch die AfD-Landtagsfraktion führt, in einem Video auf X (ehemals Twitter)

Ihre Partei soll umbenannt werden: Was passiert dann mit Sahra Wagenknecht?
Sahra Wagenknecht Ihre Partei soll umbenannt werden: Was passiert dann mit Sahra Wagenknecht?

Wagenknecht selbst hat die Idee von Björn Höcke zurückgewiesen: "Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal, den Herr Höcke nach Belieben vergeben kann",

Derzeit regiert das BSW in Thüringen mit der CDU und der SPD in einer sogenannten Brombeer-Koalition. Rechnerisch wäre eine Mehrheit von AfD und BSW im Erfurter Landtag möglich.

BSW-Vorstandsmitglied Klaus Ernst (71, Foto) kann dem Vorschlag von Björn Höcke (54, AfD) nichts abgewinnen.
BSW-Vorstandsmitglied Klaus Ernst (71, Foto) kann dem Vorschlag von Björn Höcke (54, AfD) nichts abgewinnen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Landesverfassung erlaubt auch Kandidaturen von Personen, die selbst kein Landtagsmandat haben. Wagenknecht ist dort nicht Abgeordnete.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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