Kretschmann zu Einladung der AfD zum TV-Triell: "Das finde ich nicht richtig"

Von Nico Pointner, David Nau

Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (77, Grüne) hat die Einladung des AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier (34) zum SWR-Triell deutlich kritisiert.

Winfried Kretschmann (77, Grüne) will sich das TV-Triell am Dienstag nicht ansehen.  © Markus Lenhardt/dpa

"Das finde ich nicht richtig", sagte der Grünen-Politiker auf die Frage eines Journalisten in Stuttgart. "Der wird ja nun auf keinen Fall Ministerpräsident - das ist ja nun offenkundig, nach Aussage aller anderen Parteien, dass mit dem gar niemand koalieren will."

Am Ende müsse der Sender aber selber entscheiden, wer beim Triell dabei sei; der SWR sei staatsfern, betonte Kretschmann. "Ich habe das zu respektieren."

Am Dienstagabend streiten um 20.15 Uhr im SWR die Spitzenkandidaten der drei umfragestärksten Parteien - CDU, Grüne und AfD - um die Zukunft des Landes. Das Live-TV-Format "Die Debatte - wer überzeugt Baden-Württemberg?" werden wohl Hunderttausende auf dem Sofa verfolgen. Die Landtagswahl findet am 8. März statt.

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Die CDU ist in Umfragen weiter mit Abstand stärkste Kraft, die Grünen holen in der Wählergunst auf, die AfD liegt auf dem dritten Platz. Deutlich abgeschlagen kommen die anderen Parteien.

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Kretschmann habe keine Zeit für diesen Termin

Markus Frohnmaier (34, AfD) wird am Triell vor Ort teilnehmen.  © Bernd Weißbrod/dpa

Kretschmann selbst wird die Sendung nicht schauen, wie er ankündigte. Solche Sendungen hätten den Sinn, dass die Leute sich über die einzelnen Kandidaten informierten. "Ich bin kein Wechselwähler", sagte Kretschmann. "Mein Wahlverhalten ändert sich durch Fernsehsendungen nicht."

Er schaue die Sendung auch nicht, um dem Grünen-Kandidaten Cem Özdemir (60) noch Tipps zu geben - das brauche der nicht. Es gebe für ihn also keinen Grund, das Triell anzuschauen, zudem habe er am Abend einen Termin in Ulm, sagte Kretschmann.

Das Triell hatte im Vorfeld einige Diskussionen ausgelöst. Am Abend ist sogar eine Gegendemonstration angekündigt, unter anderem von der Gewerkschaft ver.di.

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Man gebe einer Partei, die in Baden-Württemberg vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft werde, damit eine große Bühne, lautet die Kritik. Der Sender argumentiert mit dem Prinzip der abgestuften Chancengleichheit.

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