Tempo-300-Raser lässt Sportwagen nach Flucht stehen

Ludwigsburg - Er raste mit der abenteuerlichen Geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern über die Straßen und hängte Dutzende Streifenwagen ab - rund zehn Tage nach seiner kriminellen Fahrt in der Nähe von Stuttgart ist der Falschfahrer geschnappt worden.

Der 37 Jahre alte Raser konnte ermittelt werden. (Symbolbild)
Der 37 Jahre alte Raser konnte ermittelt werden. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Nach Angaben der Polizei vom Dienstag konnte ein 37-Jähriger aus dem Kreis Biberach als mutmaßlicher Fahrer des knapp 200.000 Euro teuren Leasing-Fahrzeugs ermittelt werden.

Der Mann habe keinen Führerschein, aber "berechtigt Zugriff auf das Fahrzeug" gehabt und schweige ansonsten zu den Tatvorwürfen. Das Motiv für das verbotene Wendemanöver und die anschließende Flucht vor der Polizei sei noch unklar.

Der Mann hatte am späten Abend des 20. Januar den hochmotorisierten Wagen an einem Stauende auf der A81 gedreht und war in falscher Richtung zurück nach Stuttgart gerast. Alarmiert durch Notrufe hatte die Polizei die Verfolgung aufgenommen, den Raser aber wiederholt aus den Augen verloren.

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Ein Polizeihubschrauber folgte dem Wagen schließlich weiter auf die A8 Richtung München bis Mühlhausen im Täle (Kreis Göppingen), wo der Mann von der Autobahn abfuhr, das Auto abstellte und zu Fuß die Flucht ergriff.

Der Wagen wurde sichergestellt. Neben dem Hubschrauber waren 41 Streifenwagen aus sechs Polizeipräsidien an der nächtlichen Verfolgungsjagd beteiligt.

Welche verschiedenen Strafen dem rasenden Falschfahrer nun genau blühen, wurde zunächst nicht bekannt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde der Mann nach Aufnahme der Personalien "belehrt" und wieder auf freien Fuß gesetzt.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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