Anfeindungen gegen Staatsdiener: LKA ergreift zusätzliche Maßnahmen

Stuttgart - Das baden-württembergische Landeskriminalamt hat sein Beratungsangebot für von Anfeindungen betroffene Abgeordnete und Bürgermeister ausgeweitet.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg will der aufkeimenden Gewalt gegenüber Amtsträgern nicht tatenlos zuschauen.
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg will der aufkeimenden Gewalt gegenüber Amtsträgern nicht tatenlos zuschauen.  © Bernd Weißbrod/dpa

Seit vergangenem November gibt es ein psychosoziales Angebot, das vom psychologischen Dienst bereitgestellt wird, wie ein Sprecher am heutigen Freitag in Stuttgart mitteilte.

"Dieses richtet sich an Amts- und Mandatstragende, die eine psychische Belastung aufgrund ihrer Anfeindungen widerfahren." Ziel sei es, Betroffene zu stabilisieren und zu entlasten sowie bei Bedarf eine schnelle psychologische Erstbetreuung zu gewährleisten.

Beim Landeskriminalamt gibt es bereits seit 2019 für alle Amts- und Mandatsträgerinnen und -träger eine zentrale Ansprechstelle, die Beratung und Unterstützung bietet. Seit der Einrichtung wurden bereits rund 100 Beratungen durchgeführt.

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Anfeindungen, Beleidigungen, Bedrohungen oder sogar Tätlichkeiten dürften nicht zum Alltag werden. Ein LKA-Sprecher sagte, die Behörde setze mit der Erweiterung des Angebots ein klares Zeichen für den Schutz und die Unterstützung von Personen, die sich für die Gesellschaft engagierten.

Großer Wahl-Juni wirft Schatten voraus: Leitfaden soll für mehr Sicherheit sorgen

Mit Blick auf die anstehenden Kommunal- und Europawahlen im Juni 2024 habe man zudem die Beratung erweitert, die speziell auf die Bedürfnisse der Kandidierenden zugeschnitten seien.

So wurde zusätzlich der Leitfaden mit dem Titel "Sicher im Wahlkampf" entwickelt. Er gebe Empfehlungen für ein sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit, die Gewährleistung von Sicherheit bei Veranstaltungen und den Schutz vor persönlichen Angriffen.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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