Schneefreie Attraktion! Ein Seilbahn-Projekt fürs Osterzgebirge

Altenberg - Fehlt im Osterzgebirge der Schnee, lahmt der Tourismus. Eine neue Attraktion könnte nun erheblich Schwung und Ausflügler in die Grenzregion bringen. Das Seilbahn-Projekt zwischen Kipsdorf und Altenberg - grandiose Neuerung oder Schnapsidee?

Ein Wintertraum: die Bobbahn Altenberg.
Ein Wintertraum: die Bobbahn Altenberg.  © Egbert Kamprath

"Wenn ich höre, dass der Freistaat eine Festungsbahn in Königstein, die zur Aufhebung des Umgebungsschutzes führt, mit einer zweistelligen Millionen-Summe unterstützen will, dann sollte man damit lieber was Richtiges machen", schlägt der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Brähmig (63) als Ideengeber vor.

Und das wäre seiner Ansicht nach eine Transportgelegenheit, die die dampfende Weißeritztalbahn ab Kipsdorf mit dem Halt der Regionalbahn in Altenberg verbindet.

"Auf der Bobbahn Altenberg gibt es einen Zwischenstopp", schwebt Brähmig vor. Dort könne es ein Besucherzentrum geben, damit die Bobbahn ganzjährig bespielt wird.

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Hängen soll die acht Kilometer lange Kabinen- oder Sesselliftbahn an zehn bis 15 Stelzen, die im Wald verteilt stehen. Kosten? Unklar. Betreiber? Unklar. Investoren? Unklar.

Brähmig, der lange Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz war, hofft damit auf eine Belebung der Region unabhängig von Schnee.

Die Betreiber der Bobbahn äußern sich nicht. Dafür der Verkehrsverbund Oberelbe: Das Projekt klinge spannend, sei jedoch keine Aufgabe des VVO, heißt es kurz und bündig.

Die Weißeritztalbahn fährt bis zum Kurort Kipsdorf.
Die Weißeritztalbahn fährt bis zum Kurort Kipsdorf.  © dpa/Arno Burgi
Klaus Brähmig (63).
Klaus Brähmig (63).  © Norbert Neumann

Ausführlicher wird Thomas Kirsten (66, Freie Wähler) als Bürgermeister von Altenberg. Er wünscht sich statt der Querung zur Bimmelbahn nach Kipsdorf eine Bahn Richtung Oberbärenburg auf die Tellkoppe oder Richtung Kurort Bärenfels. "Eine solche Attraktion würde sicherlich noch mehr Gäste dazu bringen, die Weißeritztalbahn zu benutzen, weil eben am Endhaltepunkt eine Schwebebahn zur Verfügung steht, die die Gäste in eine der beiden Richtungen transportiert."

Titelfoto: Bildmontage: Egbert Kamprath, Norbert Neumann

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