Amok-Beratung von KI? Florida verklagt OpenAI und Chef Altman

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Tallahassee (Florida) - Ein digitaler Seelentröster, der süchtig macht, Kinder eiskalt gefährdet und Killern an der Universität die besten Tatzeiten verrät. Wegen dieser absoluten Horror-Vorwürfe verklagt der US-Bundesstaat Florida jetzt die KI-Schmiede OpenAI und ihren Boss Sam Altman (41).

Generalstaatsanwalt James Uthmeier (38) geht gegen die KI-Giganten vor.
Generalstaatsanwalt James Uthmeier (38) geht gegen die KI-Giganten vor.  © Chandan Khanna / AFP

Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier (38) zieht gegen die Tech-Riesen vor Gericht, weil sie für den schnellen Dollar die Sicherheit geopfert und interne Warnungen bewusst vertuscht haben sollen.

Der Vorwurf wiegt tonnenschwer: Das weltberühmte Computerprogramm ChatGPT sei eine tickende Zeitbombe für die öffentliche Sicherheit und eine akute Bedrohung für Minderjährige.

Es sind Details, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Beim brutalen Amoklauf an der Florida State University im April 2025, bei dem zwei Menschen starben, soll der Killer vorher Ratschläge von der künstlichen Intelligenz eingeholt haben.

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Und der Bot lieferte prompt Empfehlungen für die perfekte Waffe, die passende Munition und die Info, wann auf dem Campus am meisten los ist, um möglichst viele Menschen zu treffen!

Kinder wurden von der KI süchtig gemacht

Besonders perfide ist laut Klageschrift das Spiel mit den Jüngsten. Der Chatbot imitiere Empathie und menschliche Eigenschaften, um Kinder süchtig zu machen und ihnen tonnenweise private Daten zu entlocken. Eine echte, wasserdichte Alterskontrolle? Fehlanzeige! Kids im vorpubertären Alter können völlig ungehindert mit der gefährlichen KI chatten.

Generalstaatsanwalt James Uthmeier findet dafür im US-Fernsehen knallharte Worte: "Wir gefährden unsere Kinder und täuschen Eltern, indem wir ihnen vorgaukeln, die Anwendung sei sicher - was sie eindeutig nicht ist."

Er klagt an, dass die Bosse die Gefahren kannten, aber das große Geld über Menschenleben stellten: "Menschen werden verletzt, Eltern getäuscht, und sie müssen dafür bezahlen."

OpenAI-Chef Sam Altman (41) hat nun mit seinem Unternehmen eine Klage am Hals.
OpenAI-Chef Sam Altman (41) hat nun mit seinem Unternehmen eine Klage am Hals.  © picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Rodrigo Reyes Marin

Etwaiges Urteil könnte für Sam Altman teuer werden

ChatGPT ist der intelligente Chatbot des Unternehmens OpenAI.
ChatGPT ist der intelligente Chatbot des Unternehmens OpenAI.  © picture alliance/dpa

Und wie reagiert das Tech-Imperium aus dem Silicon Valley?

OpenAI wiegelt trotzig ab und beharrt darauf, dass die Software nicht für das Blutbad verantwortlich sei. Erst nach heftiger öffentlicher Kritik und Toten wurden eilig ein paar Alibi-Funktionen zur Altersschätzung und Eltern-Überwachung nachgerüstet – für die Opfer viel zu spät.

Nun will Florida den KI-Riesen bluten sehen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Strafe von umgerechnet rund 8600 Euro – und zwar pro einzelnem Verstoß!

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Bei rund 900 Millionen Nutzern pro Woche könnte dieses juristische Nachspiel für Sam Altman und sein Milliarden-Unternehmen verdammt teuer werden und den KI-Hype endgültig ins Wanken bringen.

Titelfoto: Bildmontage: IRILL KUDRYAVTSEV / AFP/