Besorgniserregende Zahlen: Hessen sagt Rasern den Kampf an

Wiesbaden - Hessen verschärft den Kontrolldruck gegen illegale Autorennen im Land.

Hessens Innenminister Peter Beuth (55, CDU) fordert ab sofort klare Kante gegen Raser und PS-Protzer.
Hessens Innenminister Peter Beuth (55, CDU) fordert ab sofort klare Kante gegen Raser und PS-Protzer.  © Montage: DPA/Uli Deck, DPA/Frank Rumpenhorst

Im Pilotbetrieb würden derzeit drei speziell ausgebaute zivile Polizeifahrzeuge mit Videofunktion zur Verfolgung verbotener Kraftfahrzeugrennen eingesetzt, sagte Innenminister Peter Beuth (55, CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Hessenweit seien rund 50 Beamte in sieben spezialisierten Kontrolleinheiten zur Verfolgung von Raser-, Tuner- und Poserverstößen sowie von verbotenen Kraftfahrzeugrennen im Einsatz.

"Wer rücksichtslos rast, gefährdet seine Mitmenschen und sich selbst", betonte Beuth. "Um sinnbefreitem Rundendrehen in unseren Innenstädten und PS-Protzerei auf unseren Landstraßen Einhalt zu gebieten, haben wir in allen sieben Polizeipräsidien spezialisierte Kontrolleinheiten eingerichtet."

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Verstöße konsequent zu ahnden, sei notwendig, um rücksichtsloses Verhalten zu stoppen und die Gefährdung von unbeteiligten Bürgern zu verhindern.

Spezialisierte Kontrolleinheiten in allen Polizeipräsidien Hessens sollen Raser und PS-Protzer einbremsen

Nachdem es im Jahr 2020 nach Angaben des Innenministeriums 155 Strafanzeigen gegeben hatte, stieg die Zahl der Anzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen im Jahr 2021 auf 257.

Für das laufende Jahr werde damit gerechnet, dass die Entwicklung bei den Verstößen zumindest auf dem Niveau des Vorjahres bleiben wird.

Titelfoto: Montage: DPA/Uli Deck, DPA/Frank Rumpenhorst

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